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Schädlingsproblem an der Graf-Otto-Straße / Verbesserung der Situation in Sicht

Kann Rattenplage an Graf-Otto-Straße eingedämmt werden?

Rinteln. Innerhalb weniger Minuten zählt man als Betrachter schnell ein Dutzend Nager. Die Ratten finden derzeit noch paradiesische Verhältnisse rund um die Müllsammelstelle vor dem mittleren Wohnkomplex in der Graf-Otto- Straße. Es muss sich dringend was ändern.

veröffentlicht am 03.05.2019 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 04.05.2019 um 12:20 Uhr

Zwischen Müllsammelplatz und Häusern haben . . .
tol-szlz

Autor

Tobias Landmann Fotoreporter zur Autorenseite
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RINTELN. Die Ratten auf den Grundstücken 4-8 an der Graf-Otto-Straße haben sich vermehrt. Sie werden langsam zur Plage. Rund um den Abfallsammelplatz für die 24 Wohnungen flitzen die Nager aus dutzenden Erdlöchern, verstecken sich in Hecken und Büschen, finden stets im Müll reichlich Nahrung.

Diese Zeitung berichtete bereits Anfang April über diesen Zustand. Damals beschwerten sich Anwohner der Gebäude auf der gegenüberliegenden Seite. Jetzt nach dreieinhalb Wochen sagen viele: „Es ist fast nichts geschehen, nur der Müllplatz wird regelmäßiger gereinigt.“

Das Thema ist sehr komplex, eine Patentlösung gibt es nicht. Jedoch bemühen sich viele Personen – in Rinteln, im Landkreis und in Helmstedt – die Lage in den Griff zu bekommen. Ihre Kommunikation und Erreichbarkeit war zuletzt, auch durch Feiertage, nicht immer einfach.

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Die Ratten finden an der Graf-Otto-Straße zwischen, auf und in den Mülltonnen stets reichlich Nahrung. Fotos : tol

Besonders ist es die Abfalltrennung, die vielen Bewohnern offensichtlich große Schwierigkeiten bereitet. Hier will sich Petra Uhe, Integrationsbeauftragte der Stadt Rinteln, einbringen. Das Verteilen von mehrsprachigen Handzetteln reicht allerdings nicht. „Den Mietern muss es plausibel erklärt werden“, so Uhe, „wenn es besser werden soll.“

Ein Wunsch der Hausverwaltung Adler Wohnen Service aus Helmstedt scheint demnächst in Erfüllung zu gehen. Die bisherigen Mülltonnen für Restmüll und Bioabfall werden künftig verschwinden. Stattdessen sollen – wie vor Jahrzehnten – wieder Container genutzt werden, die in den Waschbetonboxen stehen. Der Abfall wird durch eine Metallklappe eingeworfen. Die Ratten sind dann ausgesperrt.

Es dauerte allerdings lange, bis die Abfallwirtschaftgesellschaft Schaumburg diese Möglichkeit zusagen konnte. Susanne Rintelen bereitet derzeit ein entsprechendes Angebot vor, erfuhren wir bei unserer Recherche.

Die Wohnanlage betreut Bultmann Immobilienservice. Die Mitarbeiter von Bastian Bultmann halten verstärkt ein Auge auf die Ordnung rund um den Müllplatz. Gegen die vielen unterirdischen Nester sind sie derzeit machtlos. Direkt hinter den Mülltonnen befinden sich etliche Eingänge.

Mit der Schädlingsbekämpfung hat bereits der Hamelner Fachbetrieb Klimasch begonnen. Vier Köderboxen sind im April aufgestellt und auf dem Erdboden befestigt worden. Bei ihrer Kontrolle stellten die Mitarbeiter verwundert fest, dass alle vier Köderboxen entwendet wurden. Noch dieses Wochenende sollen neue aufgestellt werden, hieß es gestern am Telefon.

Kommentar:

Handlungsbedarf

Das Ratten-Problem muss schleunigst in den Griff bekommen werden, dies ist jedem klar, der sich mit dem Thema beschäftigt. Den Hausbewohnern kann man nicht länger zumuten, dass Nager direkt neben dem Eingang aus ihren Löchern kriechen oder über die kleine Rasenfläche und die Gehwegplatten huschen. Dort, vor dem Haus, spielen täglich kleine Kinder! Sehr oft bleiben auch Lebensmittel liegen. Wichtig ist, die Bewohner zu sensibilisieren, sonst kann der Kreislauf niemals unterbrochen werden.

Vor allem muss scheinbar vermittelt werden, wie man Müll richtig trennt und wegwirft. Abfalltüten liegen regelmäßig auf oder neben den Tonnen. Oder zeugt dies von der Angst der Bewohner, den Deckel zu öffnen, weil sogleich eine Ratte herausspringen könnte?tol




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