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Weitere Aktionen ab Juni

Kinderschutzbund Rinteln: Begegnungen wieder möglich

RINTELN/EXTEN. Der Kinderschutzbund Rinteln zeigt sich mehr als erfreut darüber, dass Treffen und Austausche mit Kindern und Jugendlichen wieder stattfinden können. Der Kinderschutzbund hat einen Hygieneplan ausgearbeitet. Und hofft, dass Aktionen im Sommer wieder möglich sind:

veröffentlicht am 03.06.2020 um 11:06 Uhr

RINTELN/EXTEN. Der Kinderschutzbund Rinteln zeigt sich mehr als erfreut darüber, dass Treffen und Austausche im Rahmen der Projekte „Wellenreiter“ und „Coaches für Teenager“ endlich wieder – unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln – stattfinden können.

Die Mitarbeiterinnen vom Kinderschutzbund, Susanne Meyer, Luisa Heinz und Lena Busker, erstellten einen Hygieneplan für das Bauwagengrundstück in Exten. So konnte sich das Team nach den Osterferien wieder mit den Eltern an der frischen Luft und genügend Abstand zum Eins-zu-eins-Austausch treffen.

Seit wenigen Wochen seien nun auch endlich wieder Eins-zu-eins-Treffen mit den Kindern und Jugendlichen möglich, ergänzt Susanne Meyer. „Die Treffen werden mit viel Freude angenommen“, so Meyer. „Auch wenn allen das Gruppenerlebnis fehlt, sind diese Begegnungen besser als gar nichts.“ Gefühlt seien sie und ihre Kolleginnen gleich wieder gut im persönlichen Kontakt gewesen und hätten guten Austausch und viel Spaß mit den Kindern und Jugendlichen gehabt – stets natürlich unter Einhaltung der geltenden Sicherheitsmaßnahmen.

Eine gute Beziehung ist in Meyers Augen stärker als Corona – denn auch nach zwei Monaten ohne persönlichen Kontakt sei sofort die Vertrautheit zwischen den Fachkräften und den Kindern und Jugendlichen wieder da gewesen.

Der Kinderschutzbund hat auch schon einen Plan für die nahe Zukunft entwickelt. „Ab Mitte Juni sind wieder Gruppentreffen geplant, erst einmal mit vier bis fünf Kindern und Jugendlichen“, erläutert Luisa Heinz. „Weil für das Gruppengeschehen gemeinsames Kochen und Essen ganz wichtig sind, mussten wir uns auch etwas für den hygienischen Umgang mit Tellern, Töpfen, Gläsern und Besteck überlegen. Daher haben wir nun eine Spülmaschine für die Küchenhütte angeschafft, mit der wir Geschirr und Besteck heiß genug abspülen können.“

Susanne Meyer informiert außerdem darüber, dass sich die Eltern aus dem Elternkurs wieder ab Mitte Juni in einer Kleingruppe treffen werden, alles jedoch auf dem Bauwagengrundstück in Exten und an der frischen Luft.

Kinderschutzbund-Vorsitzende Petra Rabbe-Hartinger wirft derweil einen Blick auf die nächsten Monate: „Da die Sommerfreizeiten wahrscheinlich nicht wie geplant laufen können, müssen sich unsere Mitarbeiterinnen eine ansprechende Alternative einfallen lassen“, so Rabbe-Hartinger. „Vielleicht werden sie mit den Kindern beziehungsweise mit den Jugendlichen kleine Projekte auf dem Grundstück durchführen.“

Die 4000-Euro-Spende, die der Kinderschutzbund jüngst vom Lions Club Bad Eilsen/Weserbergland erhalten hat (wir berichteten), komme für diese Ferienprojekte gerade richtig, freut sich Rabbe-Hartinger. „Vielleicht werden Einzelzelte gekauft. Auch der Transport ist noch ein Thema. Da muss eventuell noch ein Fahrzeug angemietet werden, um den Sicherheitsabstand im Fahrzeug beim Transport einhalten zu können. Eine Außendusche mit Warmwasserbereitung ist auch eine Idee, sodass vielleicht, wenn dies im Sommer erlaubt ist, Übernachtungen auf unserem Bauwagen-Grundstück möglich sind.“

So könne zumindest gefühlt etwas von der lang ersehnten Sommerfreizeit stattfinden, erläutert Susanne Meyer schmunzelnd. Zusammen mit ihren Kolleginnen Luisa Heinz und Lena Busker hofft sie, dass alles klappt und erlaubt werde, wie geplant. „Denn je länger die Krise dauert, desto deutlicher wird der Bedarf von Eltern, Kindern und Jugendlichen, wieder verlässliche Ansprechpartner und Austausch und Spaß zu haben in der Gruppe“, so Meyer. mld