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25 Jahre „Pfarrer Peter“

Kirchenfest für Peter Wolowiecs 25-jähriges Priesterjubiläum

RINTELN. In einem sehr herzlichen und sehr feierlichen Messgottesdienst hat die katholische St.-Sturmius-Gemeinde das 25-jährige Priesterjubiläum ihres Pfarrers Peter Wolowiec gefeiert. Angeführt von Messdienern und befreundeten Geistlichen zog der Priester im Festgewand in seine helle, bis auf den letzten Platz besetzte Kirche ein.

veröffentlicht am 02.06.2019 um 16:38 Uhr
aktualisiert am 02.06.2019 um 22:30 Uhr

Pfarrer Peter Wolowiec während des Messgottesdienstes.
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Cornelia Kurth Reporterin zur Autorenseite
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Fast zwei Stunden dauerte dieser besondere Gottesdienst, untermalt vom Gesang des Kirchenchors St. Maria Hemeringen, dessen Sänger und Sängerinnen Pfarrer Wolowiec später mit einem eigenen Lied erfreuten, wohl wissend, wie sehr der Geistliche mit der Musik verbunden ist und dass er selbst jedes Jahr eigene Lieder für die Gemeinde komponiert.

Fast jeder Redner betonte in seinem Grußwort neben der Musikalität des Pfarrers auch dessen „Gabe der Gelassenheit“. Dass er die nicht nur bei anstehenden Problemen, sondern auch während der rührenden Momente seiner Jubiläumsfeier bewahren konnte, bewies er mehr als einmal. So sehr man ihm seine innere Bewegtheit auch ansah, wenn er sich etwa bei seinen Eltern auf Polnisch bedankte, oder seine ehemaligen Weggefährten und geistlichen Förderer umarmte, so sehr betonte er mit ruhigem Lächeln, dass man nur dann ein guter Pfarrer sein kann, wenn eine tätige Gemeinde hinter einem steht.

Während Generalvikar Martin Wilk vom Bistum Hildesheim die Verlässlichkeit und Stressresistenz seines Rintelner Kollegen hervorhob, zum Beispiel, als es um Vertretungen in Stadthagen und Bückeburg ging, bedankte sich Superintendent Andreas Kühne-Glaser als Lutheraner für die gute Zusammenarbeit in der Ökumene vor Ort, die sich zum Beispiel in gemeinsamen Dienstags-Andachten ausdrücke.

Superintendent Andreas Kühne-Glaser als Lutheraner (Mitte) bedankte sich für die gute Zusammenarbeit in der Ökumene. Fotos: cok

Sturmius‘ früherer Pfarrer Alfons Scholz, über 80 Jahre alt, hatte es sich nicht nehmen lassen, dem jüngeren Kollegen zu gratulieren.

Auch die Vertreter der Kirchengemeinde fanden zugeneigte Worte für ihren Pfarrer, der die Sturmius-Gemeinde seit nun acht Jahren leitet. Damals habe er einen Tankgutschein geschenkt bekommen, weil abzusehen gewesen sei, dass er in seiner ländlichen Gemeinde, die auch die Kirchen St. Bonifatius in Hessisch Oldendorf, St. Maria in Hemeringen und St. Hedwig in Großenwieden umfasst, einen guten Teil seiner Arbeitszeit im Auto verbringen würde. Sie erwähnten seine jährlichen Fahrrad-Gottesdienste in Großenwieden und das bevorstehende große Gemeindefest.

Peter Wolowiec stammt, wie nicht wenige seiner Amtskollegen, ursprünglich aus Polen und kam vor 25 Jahren nach Deutschland, wo die katholische Kirche dringend nach Pfarrern suchte. Zunächst in Eichsfeld/Thüringen tätig, wechselte er dann in die Gemeinde Tiftlingerode bei Duderstadt, aus der auch ein Vertreter als Gratulant anreiste und in seinem Grußwort erzählte, dass noch jetzt immer wieder Hochzeitspaare von „Pfarrer Peter“ getraut werden wollen.

Küster Norbert Richter, der zusammen mit einem großen Helferteam Gottesdienst und anschließendes Feiern im Gemeindehaus organisiert hatte, erhielt einen Extra-Applaus von der Gemeinde.

„Die katholische Kirche versteht das Feiern“, meinte Superintendent Kühne-Glaser. „Da können die Lutheraner ruhig etwas davon lernen.“




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