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Gesamtkosten: rund 2 Millionen Euro

Konkrete Pläne für Umbau des Dorfgemeinschaftshauses

Seit zehn Jahren wird in Schaumburg über den Umbau des Dorfgemeinschaftshauses gesprochen, jetzt scheint es ernst zu werden: Erstmals hat die Stadt Pläne veröffentlicht, die zeigen, wie sie sich den Umbau vorstellt.

veröffentlicht am 06.02.2019 um 17:54 Uhr
aktualisiert am 06.02.2019 um 19:20 Uhr

Die Nordansicht des Dorfgemeinschaftshauses heute. rnk

Autor:

Jessica Rodenbeck
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SCHAUMBURG. Die Planungen für den Umbau des Dorfgemeinschaftshauses nehmen konkrete Formen an. Lange wurde darüber diskutiert, wie Dorfgemeinschaftshaus und Kindertagesstätte unter einem Dach zusammengeführt werden können. Jetzt hat die Stadt Pläne veröffentlicht, die zeigen, wie das Gebäude nach dem Umbau aussehen wird.

Der nördliche Gebäudeteil, der derzeit Toiletten, Keller und eine Wohnung enthält, ist nicht sanierungsfähig und wird abgerissen. Das ist Unterlagen zu entnehmen, über die der Bauausschuss in seiner öffentlichen Sitzung am kommenden Mittwoch beraten wird. An seiner Stelle soll ein neuer Anbau entstehen, der nicht nur Platz für Sanitäreinrichtungen und ein Behinderten-WC, sondern auch für den Eingang zum Dorfgemeinschaftshaus, das Foyer und einen Lagerraum bietet.

Der westliche Teil des Gebäudes soll den Unterlagen nach auch nach den Umbauarbeiten als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden. Dazu wird er saniert und energetisch auf den neuesten Stand gebracht. In seinem Mittelpunkt wird ein 99 Quadratmeter großer Versammlungsraum stehen, der bei Bedarf in zwei Räume mit etwa 64 und 35 Quadratmetern Fläche aufgeteilt werden kann.

Die neue Nordansicht: links der östliche Teil mit den Räumen der Kita und rechts der Dorfgemeinschaftshaus-Teil mit neuem Anbau. pr

Für den Dorfgemeinschaftshaus-Teil des Umbaus rechnet die Stadtverwaltung mit Gesamtkosten von 940 000 Euro, dabei hofft sie auf 500 000 Euro Fördermittel.

Der zweite große Bauabschnitt betrifft den östlichen Teil des jetzigen Gebäudes, der zukünftig der Kindertagesstätte zur Verfügung stehen wird. Den Plänen nach wird es zwei Gruppenräume mit jeweils eigener Garderobe und sanitären Einrichtungen geben. Hinzu kommen ein eigener Kita-Eingang mit Kinderwagen-Stellplätzen, eine Küche sowie ein Sozial- und ein Büroraum.

Hinzu kommt eine etwa 900 Quadratmeter große, eingezäunte Außenspielfläche, die auf der Grünfläche im nördlichen Bereich des Grundstücks entstehen soll. Zudem kann der Versammlungsraum des Dorfgemeinschaftshaus-Teils von der Kita als Bewegungsraum genutzt werden.

Für den Bereich „Kita“ werden Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro veranschlagt, dabei wird mit 585 000 Euro Fördermitteln gerechnet.

Wie viel bei den einzelnen Bauabschnitten von der alten Gebäudestruktur erhalten werden kann, steht Baudezernent Stefan Eggert-Edeler zufolge noch nicht fest. „Wir versuchen, so viel wie möglich zu erhalten. Es muss aber auch wirtschaftlich sein“, erklärt er auf Nachfrage. Für einige Bereiche des alten Gebäudes bedeutet das, dass nur noch der Keller erhalten bleibt – wenn überhaupt. „Das wird erst in einer Vor-Ort-Überprüfung deutlich werden“, so der Dezernent. Und die erfolge erst nach Bewilligung der Fördermittel.

Fest stehe bereits, dass das alte, nicht gedämmte Satteldach abgerissen wird. Im Zuge der Sanierung werde das Gebäude ein nach Süden geneigtes Pultdach erhalten, das mit einer Fotovoltaik-Anlage versehen wird und zudem mehr Raumhöhe ermöglicht.

Wann genau mit dem Umbau begonnen werden kann, steht nach Aussagen Eggert-Edelers noch nicht fest. Zunächst müssten die Fördermittel bewilligt werden, dann folge die Vorort-Prüfung – und anschließend die Ausschreibung. Doch es darf damit gerechnet werden, dass es nicht allzu lange dauern wird: Haushaltsmittel stehen bereits in den Jahren 2019/2020 zur Verfügung.




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