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Niederländischer Bauingenieur plant angeblich Hotel

Leeres Ex-Pflegeheim in Steinbergen offenbar verkauft

STEINBERGEN. Das ehemalige Senioren- und Pflegeheim an der Steinberger Kreuzung hat möglicherweise einen neuen Besitzer. Es ist ein niederländischer Bauingenieur, der nach eigenen Angaben lange Jahre in Dubai gearbeitet hat.

veröffentlicht am 09.08.2018 um 16:18 Uhr
aktualisiert am 09.08.2018 um 18:20 Uhr

Der niederländische Bauingenieur vor der Achenbachschen Villa. Foto: wm
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Wie der Bauingenieur in einem Gespräch erläuterte, wolle er mit seiner Familie in der Villa wohnen, andere Gebäude zu einem Hotel mit 70 Zimmern umbauen. Weitere Ideen seien im großzügigen Kellergeschoss der Villa ein türkisches Bad, ein „Hamam“, einzurichten und auf dem Gelände ein Café. Diesbezüglich stehe er auch in Kontakt mit einem Architekten und Unternehmen.

Inwieweit diese Pläne konkret sind, war nicht zu ermitteln. Erworben hat der Niederländer die Immobilie von der Aventura GmbH in Hameln. Dort bestätigte man am Donnerstag in einem Telefongespräch zwar grundsätzlich den Verkauf, schränkte allerdings ein, noch seien die Formalitäten nicht abgeschlossen, der Verkauf nicht rechtskräftig. Das werde auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Wie kommt ein Niederländer zu einem ehemaligen Pflegeheim in Steinbergen? Der Bauingenieur schilderte, ihm habe die Landschaft, hätten die Berge gefallen, speziell auch der Park an der Immobilie. Die Lage des ehemaligen Heims wiederum sei verkehrsgünstig durch die Nähe zur Autobahn und ein Umbau in ein Hotel machbar.

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Zuletzt war der Gebäudekomplex mit der Villa, 104 Zimmern, Speisesaal und Wirtschaftsräumen auf einem 7300 Quadratmeter großen Grundstück im Frühjahr bei einer Auktion der Westdeutschen Grundstücksauktionen AG angeboten worden.

Bauamtsleiter Andreas Wendt erklärte auf die Frage, ob der Stadtverwaltung der Kauf oder die Umbaupläne für das ehemalige Heim bekannt seien, nur: „Kein Kommentar.“

Das ehemalige Pflegeheim steht seit 2013 leer. Zuletzt hatte hier die „CMA – Betreuung und Wiedereingliederung GmbH“ ihren Sitz.

Die Villa diente während des Umbaus der Kreuzung als Baustellenbüro. Wie der Niederländer schilderte, sei die Sanierung der historischen Achenbachschen Villa auch das erste Projekt, das er angehen wolle.wm

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