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Motorräder sollen leiser laufen

Lipper CDU begrüßt Maßnahmen gegen Motorradlärm

KREIS LIPPE. Die CDU-Kreistagsfraktion im Kreis Lippe begrüßt die Beschlüsse „zur wirksamen Minderung und Kontrolle von Motorradlärm“, die der Bundesrat jüngst gefasst hat. Die Maßnahmen würden auch Menschen im Kreis Lippe und rund um den Köterberg zugutekommen, so die CDU:

veröffentlicht am 22.05.2020 um 11:03 Uhr

KREIS LIPPE. Die CDU-Kreistagsfraktion im Kreis Lippe begrüßt die Beschlüsse „zur wirksamen Minderung und Kontrolle von Motorradlärm“, die der Bundesrat in der vergangenen Woche auf Initiative der NRW-Landesregierung gefasst hat. „Damit werden bundesweite Maßnahmen angestoßen, die auch vielen Menschen in Lippe zugutekommen können“, ist sich Jens Gnisa, CDU-Landratskandidat und CDU-Fraktionsmitglied, sicher. So fordere der Bundesrat unter anderem, die Strafen für extrem lärmsteigerndes Motorradtuning zu verschärfen oder Initiativen wie „Silent Rider“ zu unterstützen, die zu rücksichtsvollem Motorradfahren motivieren wollen.

Auch Kerstin Vieregge (CDU) lobt den Vorstoß der NRW-Koalition und sieht darin „Rückenwind für unsere Bemühungen vor Ort.“ Die Vorsitzende des Tourismus-Ausschusses im Kreis macht sich nach eigenen Angaben dafür stark, am Köterberg getroffene Maßnahmen zur Reduzierung des Motorradlärms auf ihre Wirkung zu prüfen und bei Erfolg kreisweit umzusetzen. „Ebenso wie die Initiative ‚Silent Rider‘ zielen auch die lippischen Maßnahmen auf Verständnis und Einsicht. Das passt gut zusammen und eine bundesweite Kampagne in diesem Sinne würde unsere Aktionen zusätzlich stärken“, so Vieregge.

„Neben der Region am Köterberg ist in Lippe besonders auch der Nordosten von starkem Motorradlärm betroffen“, berichtet Gnisa aus seinen Gesprächen vor Ort. „Die an einigen Strecken gegen die ‚Krachmacher‘ unter den Bikern eingeleiteten Maßnahmen sind zwar nicht erfolglos, aber darauf reduziert, Symptome zu bekämpfen. Die Bundesratsinitiative der Landesregierung packt das Übel an der Wurzel“, so Gnisa. Ziel sei, Vorschriften zu harmonisieren, Schlupflöcher zu schließen und die Motorräder im normalen Fahrbetrieb leiser werden zu lassen. Bei gravierender Überschreitung der Lärmgrenzen soll die Polizei in die Lage versetzt werden, die Motorräder an Ort und Stelle zu beschlagnahmen oder stillzulegen. Auch lärmschutzbedingte, zeitlich beschränkte Verkehrsverbote für Motorräder an Sonn- und Feiertagen fordert der Bundesrat.

„Mit den Anliegern der Motorradstrecken hoffen wir auf eine rasche Umsetzung der Beschlüsse durch die Bundesregierung“, so die lippischen CDU-Politiker. r