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100 Kilometer über Asphalt

Megamarsch: Strecke schon wieder geändert

RINTELN. Genau eine Woche dauert es noch, bis ein neues Event in Rinteln zum ersten Mal stattfindet: Der Megamarsch, der seine Teilnehmer in 24 Stunden auf eine Strecke von 100 Kilometern führt. Doch im Vorfeld hatten Streckenänderungen immer wieder für Ärger gesorgt. Jetzt wurde sie schon wieder geändert:

veröffentlicht am 18.05.2019 um 00:00 Uhr

Der Megamarsch führt jetzt über den Weserradweg. Foto: mld
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Marieluise Denecke Redakteurin / Online zur Autorenseite
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RINTELN. Genau eine Woche dauert es noch, bis ein neues, großes Event in Rinteln zum ersten Mal stattfindet: Der Megamarsch, der seine Teilnehmer innerhalb von 24 Stunden auf eine Strecke von 100 Kilometern führt. Doch im Vorfeld hatte die Streckenführung immer wieder für Verwirrung und Ärger gesorgt, da sie mehrmals geändert wurde (wir berichteten). Jetzt wurde die Strecke erneut geändert.

Sie führt nun von Rinteln aus über Engern auf dem Weserradweg entlang nach Hessisch Oldendorf, Hameln über Tündern bis nach Emmerthal. Überraschung für alle Teilnehmer: Über Klein und Groß Berkel dreht die Strecke eine Schleife – und führt sie schließlich den kompletten Weg wieder zurück nach Rinteln. Also kein Rückweg über Fuhlen und Hohenrode wie eigentlich geplant.

Der Ärger der Teilnehmer ließ nicht lange auf sich warten: „Ich bin sehr verärgert darüber, dass es nun den Großteil des Wegs über Asphalt und quasi nur an der Weser entlang geht“, schreibt ein Teilnehmer. „Das ist nicht das, weshalb ich mich bei euch angemeldet habe.“ Und ein anderer: „Langweiliger geht’s wohl nicht! Jetzt sind wir auch bei 100 Prozent Asphalt!“ Einige wollen nicht mehr mitlaufen und fordern ihr Geld zurück.

Das Organisationsteam zeigt sich „selber sehr enttäuscht von der Entwicklung“ und begründet die inzwischen vierte Streckenänderung: Schuld ist der Borkenkäfer. Denn der hat in diesem Jahr besonders stark Bäume befallen, daher könne nicht gewährleistet werden, dass befallene Exemplare auf die Strecken fallen und ein Sicherheitsrisiko darstellen. Die Strecke sei nach Rücksprache mit den Behörden vor Ort sowie Privateigentümern und Vereinen geändert worden. Diese Version wurde nun final genehmigt. Dennoch wolle man allen Teilnehmern einen „tollen Megamarsch“ bieten. 19 Wanderevents dieser Art habe man schon auf die Beine gestellt, doch noch niemals sei es so schwierig gewesen, die Genehmigungen für alle Abschnitte zu bekommen.

„Ich werde auf jeden Fall mitlaufen“, zeigt sich Ulrike Frey aus dem Auetal weiter begeistert. Sie hatte den Stein des Anstoßes gegeben, der den Megamarsch ins Weserbergland holte. Inzwischen tue es ihr jedoch leid, dass die Veranstalter „überall so auf Granit gebissen sind.“ Ihre Hoffnung: Dass die Megamarsch-Premiere so friedlich und zufriedenstellend verlaufen wird, dass im Jahr 2020 die Route alle Genehmigungen bekommen wird. Sie wünsche sich, dass die Veranstalter im nächsten Jahr trotz allem Ärger wieder in die Region kommen und man dann über den „Weserberglandwanderweg“ marschieren könne, der dann die volle Schönheit der Region zeige.




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