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Maßnahmen gegen Raser

Mit 85 km/h durch 30er Zone

DECKBERGEN/SCHAUMBURG/WESTENDORF. Mit 85 km/h durch eine Tempo-30-Zone: Solche Situationen soll es künftig nicht mehr geben, zumindest, wenn es nach den Anwohnern und dem Ortsrat geht. In diesem Jahr noch sollen erste Maßnahmen gegen Temposünder umgesetzt werden.

veröffentlicht am 03.06.2019 um 12:20 Uhr
aktualisiert am 03.06.2019 um 16:30 Uhr

Auch in 30er Zonen wird regelmäßig gerast – ebenso wie vor Schulen. Symbolbild: dpa
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Marieluise Denecke Redakteurin / Online zur Autorenseite

DECKBERGEN/SCHAUMBURG/ WESTENDORF. Mit 85 Stundenkilometern durch eine Tempo-30-Zone: Solche Situationen soll es künftig nicht mehr geben; zumindest, wenn es nach den Anwohnern und dem Ortsrat Deckbergen/Schaumburg/ Westendorf geht. Ende vergangenen Jahres hatte das Gremium beschlossen, Maßnahmen gegen Raser zu ergreifen. „Noch in diesem Jahr sollen diese auch umgesetzt werden“, sagt Ortsbürgermeisterin Gisela Stasitzek auf Anfrage. Ausgeschrieben seien die beiden Maßnahmen schon.

So soll es an der Burgstraße sogenannte Aufpflasterungen geben, das heißt: Teile der Straße sollen auffällig mit anderen Steinen und anderem Muster gepflastert werden. Das wird den Fahrern zumindest optisch das Signal geben, dort langsamer zu fahren. Zum Beispiel soll dies vor der Einmündung der Straße In den Klippen umgesetzt werden – dort gilt schließlich Tempo 30. Doch: Motorradfahrer seien an dieser Stelle an Wochenenden besonders schnell unterwegs. Wer dort ein Wohnhaus besitze, so Stasitzek, habe schon öfters fürchten müssen, dass ein Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig abbremsen könne und deshalb in der Hauswand lande.

Des Weiteren sind an der Rosenthaler Straße/Einmündung Lange Breite zwei Baumtore geplant, die die Fahrbahn verengen und Raser dazu bringen sollen, ihr Tempo zu drosseln. „Dort gelten auch 30 Stundenkilometer“, so Stasitzek, doch bei der jüngsten Verkehrsprüfung sei der schnellste Verkehrsteilnehmer mit 85 km/h geblitzt worden. „Die gerade Strecke verleitet viele zum Rasen“, so Stasitzek. Dabei gebe es viele Kinder in der Siedlung.

An der Grundschule werde ebenfalls immer wieder gerast – auch das Thema ist im Ortsrat daher wahrscheinlich nicht abgeschlossen.




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