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Teilnehmern vom Dreijährigen bis zur Deutschen Vizemeisterin

Mountainbike-Cup: „Rinteln ist einfach der Hammer!“

RINTELN. „Wenn jemand in den Teich abschmiert, dann holen wir ihn raus“, sagt gut gelaunt Jens Zerweck von der Feuerwehr Rinteln. Er und seine Kollegen schirmen die gesamte Strecke des „Stüken-Wesergold Mountainbike-Cups“ ab, damit kein Bike-Fahrer mit Fußgängern kollidiert und Hilfe zur Stelle ist, falls nötig.

veröffentlicht am 19.08.2018 um 18:29 Uhr
aktualisiert am 19.08.2018 um 23:10 Uhr

Schüler „überfliegen“ die Hindernisstrecke in der Fußgängerzone. Foto: tol
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Cornelia Kurth Reporterin zur Autorenseite
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RINTELN. „Wenn jemand in den Teich abschmiert, dann holen wir ihn wieder raus“, sagt gut gelaunt Jens Zerweck von der Freiwilligen Feuerwehr Rinteln. Er und seine Kollegen schirmen die gesamte Strecke des „Stüken-Wesergold Mountainbike-Cups“ ab, damit kein Bike-Fahrer mit Fußgängern kollidiert und Hilfe zur Stelle ist, falls jemand sich verletzt. Die Strecke im Blumenwall ist besonders eng und kurvenreich.

Die Fahrer auf ihren Mountainbikes, die am Sonntag zum 6. MTB-Cup antraten, könnten unterschiedlicher nicht sein: Zwei kleine Jungs, gerade mal drei Jahre alt, traten ebenso an wie ehrgeizige Teenager, die Hobbyfahrer in den „Promi-Teams“ und schließlich Lizenzfahrer wie zum Beispiel die junge Stefanie Paul von der Radsportgemeinschaft (RSG) Hannover. Sie ist Deutsche Vizemeisterin im Cross und hat an vielen Welt- und Europameisterschaften teilgenommen. Natürlich fuhren sie alle in getrennten Leistungsklassen, und als die beiden Kleinsten, Johannes von Häfen und Farim Panoke, mit ihren Lauf-Bikes so gar nicht im Ziel eintreffen wollten, wurde sogar eine spaßige Suchanzeige ausgerufen. Als sie dann endlich doch noch auftauchten, bekamen sie ganz großen Applaus.

„Rinteln ist auch für die Lizenzfahrer einfach der Hammer!“, erklärt Sprecher Detlev Wachsmuth, Trainer in der RSG Hannover. „Es ist einmalig in ganz Niedersachsen, dass eine Stadt so eben mal eine richtig spannende Strecke durch die Innenstadt absperrt.“ Oft gebe es schon Probleme, auch nur mal eine Runde durch ein Industriegebiet fahren zu dürfen. „City-Mountainbike bedeutet für die Fahrer eine ganz besondere Herausforderung, deshalb kommen sie ja so gern nach Rinteln. Außerdem gibt es hier jede Menge Zuschauer, die sonst nichts mit dem Radsport zu tun haben. Das ist was anderes, als durch die menschenleere Walachei zu fahren.“ Tatsächlich herrschte richtige Feststimmung in der Stadt. Vom Cafétisch aus sah man die Fahrer über die Schwellen des Brunnens oder die Rampe in der Klosterstraße düsen. Manche sind sehr vorsichtig, andere stoßen im schnellen Sprung fast mit dem Kopf an die Stoffplane über der Rampe. Wer nicht an der fast drei Kilometer langen Strecke entlangwandert – die Blumenwallanlage mit ihrem Auf und Ab gehört auch dazu –, der flaniert an den unterhaltsamen Ständen der Bike&Outdoor-Company-Filiale vorbei, die neben Veranstalter Stüken-Wesergold zu den Hauptsponsoren des Cups gehört. Dort konnte man erfahren, dass Mountain-E-Bikes groß im Kommen sind. „Eigentlich ein Widerspruch, Mountainbikes mit Akku“, sagte Mathias Broschart von B.O.C. „Aber viele meinen: So kann man mehr aus einem Biker-Tag rausholen.“

Dabei sein ist alles: Bambini mit Laufrädern. Foto: tol
  • Dabei sein ist alles: Bambini mit Laufrädern. Foto: tol
Auch die „Promis“ haben sich ihre Medaillen ehrlich verdient. Foto: pr
  • Auch die „Promis“ haben sich ihre Medaillen ehrlich verdient. Foto: pr
Firmen-Cup-Fahrer sausen im Blumenwall an den Zuschauern vorbei. Foto: tol
  • Firmen-Cup-Fahrer sausen im Blumenwall an den Zuschauern vorbei. Foto: tol

Was das Promi-Rennen betrifft, an dem unter anderem auch Stüken-Geschäftsführer Uwe Krismann teilnahm, so hatte Schiedsrichterin Janine Köbe es nicht leicht, die Sieger festzustellen. Die Teilnehmer waren nämlich nicht alle dieselbe Route gefahren. Als die drei Sieger galten schließlich Albrecht Schäffer vom Kinderschutzbund, Stadtjurist Dr. Joachim Steinbeck und SZ/LZ-Fotoreporter Tobias Landmann. Das Bambini-Rennen gewann Tom Bennett Schuster, bei den Mädchen Alice Schönebäumer; U11-Sieger waren Piet Meier und Amelie Lampe; U13-Sieger: Linus Jonas und Lina Rath; U15 Louis Peters und Clara Brosig, und im U15 „Cross Country“ Samuel Krupers und Lea-Sophie Böhme. Weitere Ergebnisse am Dienstag im Lokalsportteil dieser Zeitung.




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