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Mevlana-Moschee lud Verwaltung und Kirchenvertreter zum Fastenbrechen ein

Muslimisches Fastenbrechen:„Das schafft Verbundenheit“

RINTELN. Es hatte fast schon Volksfestcharakter, was sich gestern Abend bei der DiTiB Türkisch islamische Gemeinde zu Rinteln zutrug. „Wir erwarten ein paar Hundert Menschen“, verrät Murat Demirel, der als Mitglied des Vorstandes großen Anteil an der Organisation des gemeinsamen Fastenbrechens hatte.

veröffentlicht am 22.05.2019 um 17:11 Uhr
aktualisiert am 22.05.2019 um 19:00 Uhr

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Und es gab hohen Besuch – Bürgermeister Thomas Priemer ist gekommen, nicht zum ersten Mal: „Vor Jahren war ich schon mal zu so einer Gelegenheit hier“, erwähnt er am Rande. Man sei seitens der Verwaltung in guten Kontakt zur islamischen Gemeinde der Mevlana-Moschee.

Auch Vertreter des Hauses der Religionen, Gemeinden und Kirchenverbänden waren zum gemeinsamen Fastenbrechen gekommen; denn es ist Ramadan, und der ist nun zur Hälfte rum. Seit 15 Tagen treffen sich hunderte Mitglieder der Gemeinde, um gemeinsam zu beten und zum Abend zu essen. Und bis zum 4. Juni werden sie es weiter tun, jeden Abend, mehrere Hundert.

„Eine gewaltige logistische Herausforderung“, wie Murat Özsoy einräumt. Özsoy, ebenfalls im Vorstand, dankt aber auch ausdrücklich der Gemeinde selbst: „Alle bringen sich hier mit ein, alle helfen, wenn sie können, wo sie können.“

Die Gemeinde stemmt täglich ein Essen für Hunderte Mitglieder. Foto: momo

Innerhalb der Gemeinde wird diese Tradition seit fünf Jahren aufrechterhalten, immer größer, immer aufwändiger. Doch noch genauso intim und herzlich wie damals. Damals brachte jeder mit, was er hatte, heute lässt man einen Koch aus der Türkei einfliegen. „Anders wäre das nicht mehr zu bewältigen“, so Özsoy. Und die heimische Küche, die ist es wert. Die Gemeinde selbst liebt ihre Tradition, machen vor allem die Frauen klar: „Es ist auch gut für die Kinder, dass sie mit Werten aufwachsen.“ Hier sitzt jeder mit jedem an einem Tisch, jung mit Alt. „Das schafft Verbundenheit.“

An den Wochenenden sitzt der harte Kern bis spät in die Nacht zusammen. „Wir sind damit aufgewachsen, uns macht das Fasten auch gar nichts mehr aus“, sagen die Jüngeren. So sehr freut man sich auf die allabendlichen Feste.

„Wir wollen eine offene, friedliche Atmosphäre, den Austausch beim gemeinsamen brechen des Brotes“, erklärt Öszoy das Anliegen, den Grund für den Besuch. So wie es die Gemeinde unter sich jeden Abend macht.




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