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Zurechtgestutzt für den Frühling

Nabu Rinteln pflegt Kopfweiden in Strücken

STRÜCKEN. Lautes Motorsägengeknatter war am einem Samstagmorgen im Februar auf dem Grundstück in Strücken zu hören, das der Rintelner Naturschutzbund gepachtet hat. Hier wurden die Kopfweiden zurechtgestutzt und gepflegt. Die abgesägten Äste kommen vielen Tieren zugute:

veröffentlicht am 28.02.2021 um 15:04 Uhr
aktualisiert am 28.02.2021 um 18:40 Uhr

STRÜCKEN. Lautes Motorsägengeknatter war am einem Samstagmorgen im Februar auf dem Grundstück in Strücken zu hören, das der Rintelner Naturschutzbund (Nabu) gepachtet hat. Die seit Mitte der 1980er Jahre gepachtete Fläche ist umsäumt von alten, knorrigen Kopfweiden und bildet zudem mit seinen von Schilf umgebenen Tümpeln und Teichen ein wichtiges Refugium für Amphibien.

Die Kopfweiden müssen regelmäßig pflegerisch gestutzt – im Fachjargon ‚geschneitelt‘ – werden, damit die auch „Kopfbäume“ genannten Weiden nicht ausbrechen. „Würde man die Kopfweiden nicht schneiteln, würden die Bäume irgendwann kopflastig und Äste ausbrechen“, erklärt Dieter Aßbrock, der im Rintelner Nabu-Vorstand für die Biotoppflege zuständig ist. Früher wurden die Ruten der Kopfweiden zum Korbflechten ge-nutzt, sodass die Weiden automatisch gepflegt worden sind, während die dickeren Stämme als Brennholz dienten.

Um die Kopfweide als wichtiges Element historischer Kulturlandschaft zu erhalten, von dem auch unzählige Tier- und Insektenarten profitieren, kümmern sich die ehrenamtlichen Naturschützer des Nabu Rinteln um die Pflege der Weiden. Das Schnittgut verbleibt auf der Schilfwiese und wird zu Totholzhaufen aufgeschichtet, sodass dies zusätzliche Strukturen und Versteckmöglichkeiten für Kleinsäuger schafft und das Totholz auch als Nistplatz für Rotkehlchen und Zaunkönig dient.

Die Äste werden zu Totholz-Haufen aufgeschichtet. Foto: pr.

„Wir werden in den nächs-ten Jahren den geschneitelten Weiden etwas Ruhe gönnen und uns um die übrigen Weiden kümmern, die noch geschneitelt werden müssen“, so Aßbrock. Ohnehin endet mit dem 1. März die Pflegesaison, da Bäume und Hecken im Außenbereich ab März nicht mehr zurückgeschnitten werden dürfen. r




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