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In der Auenlandschaft

Nabu-Führung: Auf den Spuren der Flussseeschwalbe

HOHENRODE. Am vergangenen Sonntag hat sich ein Dutzend Naturinteressierter um Britta Raabe vom Naturschutzbund (Nabu) Weserbergland auf dem Besucherparkplatz in Hohenrode versammelt, um sich die Auenlandschaft Hohenrode zeigen und erläutern zu lassen. Dort lassen sich viele Tiere beobachten, wie zahlreiche Watvögel oder die Flussseeschwalbe.

veröffentlicht am 04.08.2021 um 11:27 Uhr

HOHENRODE. Zunächst ging es von dort aus zur Dieter-Eggersmann-Beobachtungshütte, wo die Exkursionsleiterin der Besuchergruppe einen ersten Überblick über das Naturschutzgebiet gab. „Nach dem Ende des Kiesabbaus war die Auenlandschaft bereits vollendet“, erläuterte Raabe.

In der Beobachtungshütte erhielten die Interessierten einen Überblick über die Vogelwelt. Viele Graugänse haben sich hier zur Rast niedergelassen, Flussseeschwalben flogen vorbei, um nach kleinen Fischen zu jagen. „Vor ein paar Jahren hat AHE Schaumburger Weserkies die Insel abgeschoben, da sie zu weit aus dem Wasser ragte und die Vegetation immer mehr zugenommen hatte“, erläuterte Raabe.

Viele Watvögel bevorzugen vegetationsarme Uferbereiche, damit ihnen keine Fressfeinde auflauern können, so Raabe. Wie bestellt, zeigte sich plötzlich im hinteren Bereich der Gewässerlandschaft einer der Seeadler, um sich auf einer Weide niederzulassen. Schließlich ging es in Etappenschritten über die verschiedenen Stationen der Auenlandschaft weiter: Am Rande des westlichen Teiches konnten die Besucher das Flussseeschwalbenfloß sehen. Auch an den Lichtteichen machte die Gruppe Halt. „Momentan sind diese ausgetrocknet, aber im Frühjahr sind sie wieder mit Wasser gefüllt“, erklärte Raabe. Der Rohrkolben verbrauche viel Wasser und sorge für den Abfluss des Wassers, sodass hierfür ein besonderes Management notwendig werde, erläuterte die Leiterin der Regionalgeschäftsstelle Weserbergland. Weiter führte Raabe die Gruppe entlang des Stichweges, wo die tierischen Landschaftspfleger ihre Arbeit verrichten: Die Galloways, Ziegen und Esel fressen fleißig den Bewuchs herunter und sorgen für die Freihaltung der Fläche.

Exkursion in der Auenlandschaft im August Foto Kathy Bscher (2)

Am Aussichtsturm angekommen, hatten die Interessierten einen guten Blick auf die sogenannte Vogelinsel und erfuhren anschließend viel Wissenswertes über die Bedeutung ehrenamtlicher Naturschutzarbeit in der Auenlandschaft. Und trotz eines zwischenzeitlichen Regen-schauers waren die Besucher sehr interessiert und bedankten sich für die lebendige Führung durch das Naturschutzgebiet. Weitere Termine gibt es unter www.nabu-rinteln.de. r




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