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Nach 29 Jahren neues Fahrzeug für die Ortsfeuerwehr Engern

ENGERN. Wenn eine Feuerwehr ein neues Einsatzfahrzeug bekommt, ist das ein Ereignis, das in die Chronik eingeht und für die nachfolgenden Generationen festgehalten wird. Und auch ein Ortsbrandmeister rahmt den Tag der Übernahme dick in seinem persönlichen Kalender ein.

veröffentlicht am 13.03.2019 um 15:30 Uhr
aktualisiert am 13.03.2019 um 19:40 Uhr

Ortsbrandmeister Thomas Reese (Mitte) mit Markus Schlüter als aktivstem Kamerad des Jahres 2018 (links) und seinem stellvertretenden Ortsbrandmeister Christian Marth, der für 25 Jahre im Feuerwehrdienst das silberne Ehrenzeichen erhielt. Foto: who
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Autor

Werner Hoppe Reporter
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ENGERN. Wenn eine Feuerwehr ein neues Einsatzfahrzeug bekommt, ist das ein Ereignis, das in die Chronik eingeht und für die nachfolgenden Generationen festgehalten wird. Auch ein Ortsbrandmeister rahmt den Tag der Übernahme dick in seinem persönlichen Kalender ein. Der 1. Februar 2019 ist so ein Datum mit Langzeiterinnerungswert. Und klar, dass Engerns Ortsbrandmeister Thomas Reese und seiner Mannschaft zur Jahresversammlung die Fahrzeugübernahme vom 1. Februar noch ganz frisch vor Augen stand.

Nach 29 Jahren im Dienst war es endlich an der Zeit, das alte Tragkraftspritzenfahrzeug zu ersetzen. Reese konnte sich in seinem Jahresbericht zu diesem Thema kurz fassen, war doch der Ersatzbeschaffung eine intensive Phase des Planens, Änderns sowie Entscheidens vorausgegangen, in die die gesamte Einsatzabteilung in irgendeiner Form mit einbezogen war.

Das neue Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) ist ausgerüstet mit einigen selbst finanzierten Extras wie einer nur schwer überhörbaren Signalanlage sowie einer Sonderbeschriftung. „Auch die Einrichtung zum Händewaschen bei Einsätzen ist neu und eine echte Verbesserung“, erklärte Reese beim Exklusivtermin für diese Zeitung. Dagegen sei ein Löschwasservorrat im Fahrzeug nicht Diskussionsgegenstand gewesen. Warum auch, denn in Engern stehen allein 72 Hydranten zur Verfügung – und zur Not auch Wasser aus der Weser.

Das neue Fahrzeug wird inzwischen gründlich erprobt und dürfte erfahrungsgemäß bereits im ersten Jahr gut zu tun haben, lässt der Bericht über das letzte Dienstjahr des Vorgängerautos schließen. Die Ortsfeuerwehr Engern war in 245 Stunden bei Brand- und Hilfeleistungseinsätzen gefordert sowie in 1341 Stunden für Übungs- und Ausbildungsdienste sowie unter anderem in zwölf durch Fehlalarme ausgelösten Einsätzen.

Gegenüber den unberechenbaren Einsätzen gibt es für Engerns Feuerwehr aber auch eine wiederkehrende Reihe von regelmäßigen Veranstaltungen, wie der Bericht des Gruppenführers auswies. Darunter sind das Osterfeuer oder auch das Tannenbaumschreddern (mit Fischbrötchen als Beilage), „das wir bereits zum 29. Mal durchführten“.

Neben den Einsätzen für das soziale Miteinander im Ort kümmerte sich die Feuerwehr im vergangenen Jahr selbstverständlich auch um ihr „Kerngeschäft“. Und weil dazu auch der Bereich Aus- und Fortbildung gehört, drückte sich das bei der Jahresversammlung in Beförderungen und Extralob aus. So rückten Svenja Reimann und Lea-Malin Klabunde eins rauf zur Feuerwehrfrau beziehungsweise zur Oberfeuerwehrfrau, und Markus Schlüter durfte sich mit der internen Auszeichnung Aktivster Kamerad 2018 für sein außerordentliches Engagement feiern lassen. Der stellvertretende Ortsbrandmeister, Christian Marth, erhielt das offizielle silberne Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für 25 Jahre im aktiven Dienst. Und als treuen Fördermitgliedern dankte Ortsbrandmeister Thomas Reese Dieter Bettermann und Heinz Möller für je 25 Jahre Mitgliedschaft sowie Herbert Meier für 50 Jahre Zugehörigkeit.




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