weather-image
Dieseldämpfe statt Popcornduft

Nach Dunkelpeter-Insolvenz: Räume werden jetzt von Spedition genutzt

RINTELN. Wo früher der Geruch von Popcorn in der Luft lag, stehen heute moderne Lkw. Im Sommer hat die Spedition Jörg Großkop das Firmengebäude der Firma Dunkelpeter Popcorn erworben, aktuell wird der Bürotrakt renoviert. Für den Firmeninhaber Jörg Großkop waren die Gebäude ein Glücksfall.

veröffentlicht am 25.11.2018 um 15:53 Uhr
aktualisiert am 25.11.2018 um 18:10 Uhr

Die Spedition Jörg Großkop hat die Gebäude an der Röntgenstraße erworben. jaj

Autor:

Jessica Rodenbeck
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

RINTELN. Wo früher der Geruch von Popcorn in der Luft lag, stehen heute moderne Lastkraftwagen. Im Sommer hat die Spedition Jörg Großkop das Firmengebäude der Firma Dunkelpeter Popcorn erworben, aktuell wird der Bürotrakt renoviert. Für den Firmeninhaber Jörg Großkop waren die Gebäude ein Glücksfall.

Vor 21 Jahren machte sich Großkop mit seinem ersten Lkw selbstständig, mittlerweile hat er 28 Mitarbeiter, 23 Lastkraftwagen gehören zum Fuhrpark. Und trotz dieses Wachstums hatte Großkop seinen Firmensitz und das Büro bis zuletzt in Wennenkamp in seinem Privathaus. „Da mussten wir langsam mal ans Umziehen denken“, erzählt Großkop.

Die Gebäude an der Röntgenstraße kamen dabei wie gerufen. „Ursprünglich wurden sie 1993 von der Spedition Rustemeyer erbaut“, erzählt Großkop. Und damit seien sie für seine Spedition ideal gebaut.

Anfang des Jahres wurde noch produziert.
  • Anfang des Jahres wurde noch produziert.

Die Firma Dunkelpeter Popcorn hatte im Februar dieses Jahres Insolvenz angemeldet. Im April wurde der Betrieb eingestellt, sechs Mitarbeiter verloren ihre Arbeitsstelle. „Der Einzelhandel hatte sich schon vor der Insolvenz in intensive Preisverhandlungen begeben“, sagt Insolvenzverwalter Sascha Bibiha. Die Kostensteigerungen im Einkauf seien dann nicht mehr aufzufangen gewesen. „Der Einzelhandel hat die Insolvenz produziert.“

Es habe zwar insgesamt drei Interessenten für eine Übernahme gegeben, bei allen sei jedoch sehr schnell klar gewesen, dass es kein wirkliches Interesse an dem Betrieb an sich, sondern eher an dem vorhandenen Kundenstamm gegeben habe. „Es hat sich schnell realisiert, dass das nichts bringt“, so der Insolvenzverwalter. Die Firmengebäude waren nicht im Betriebseigentum, wurden also nicht im Rahmen der Insolvenz veräußert.jaj




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare