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Familie Wessel dankt Helfern

Nach Großbrand: Familie sagt Danke

KOHLENSTÄDT. Der Großbrand am 26. Juli vernichtete zwei Gebäude und den Dachstuhl des Wohnhauses in Kohlenstädt. „Alles hätte viel schlimmer kommen können“, sagt Steffi Wessel, die mit Mann, Kind und Schwiegereltern auf dem Hof gewohnt und gearbeitet hat. Jetzt möchte sie allen Helfern ihren Dank aussprechen.

veröffentlicht am 15.08.2018 um 16:04 Uhr
aktualisiert am 15.08.2018 um 17:20 Uhr

Großeinsatz in Kohlenstädt: Am 26. Juli bricht ein Feuer in der Scheune aus, zerstört auch den Kuhstall und den Dachstuhl des Wohnhauses. „Alles hätte viel schlimmer kommen können“, sagt Steffi Wessel, der der Hof gehört hat. Foto: tol/Archiv
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Marieluise Denecke Redakteurin / Online zur Autorenseite

KOHLENSTÄDT. „Dass wir nichts mehr hatten, das stimmt so nicht“, erzählt Steffi Wessel von den ersten Tagen nach dem Brand. Am 26. Juli war ein Feuer auf dem Hof ihrer Familie ausgebrochen (wir berichteten). Nach dem ersten Chaos ist nun klar: „Alles hätte viel schlimmer kommen können“, sagt Wessel im Gespräch mit unserer Zeitung. Bis auf ein Rind hat man alle retten können, der Schweine- und der Milchviehstall stehen noch, die Familie konnte noch private Gegenstände aus dem Wohnhaus holen, und alle wichtigen Papiere sind noch vorhanden, da das Büro vom Feuer verschont geblieben ist.

„Wir können weiterarbeiten“, erzählt Wessel. Sie selber wohnt derzeit mit ihrer Tochter bei ihren Eltern, ihr Mann arbeitet tagtäglich auf dem Hof und wohnt daher in einer benachbarten Wohnung. Hierhin wird die Familie auch ziehen, während das Wohnhaus neu aufgebaut wird.

Wichtiger ist jedoch, dass die Tiere versorgt sind, erzählt Steffi Wessel. Die Rinder stehen derzeit noch auf den Weiden von Nachbarn und Freunden. Für sie soll noch vor dem Wintereinbruch eine Halle gebaut werden. Futter wurde bereits zugekauft, da Stroh und Heu dem Großbrand zum Opfer gefallen sind.

Steffi Wessel geht es vor allem um eine Sache: Sie will sich bei allen Menschen bedanken, die nach dem Brand geholfen und ihre Familie unterstützt haben. Damit meint sie die Feuerwehr ebenso wie das Technische Hilfswerk, Polizei, Rettungskräfte und die Ersthelfer. Eine große Unterstützung seien außerdem befreundete Landwirte und viele Privatpersonen wie Familie, Freunde und Nachbarn gewesen, die in den Tagen und Wochen nach der Katastrophe der Familie beigestanden hätten.

Dabei sei es gar nicht um große Gesten gegangen, erzählt Wessel: Viele Briefe und Karten mit lieben und aufmunternden Worten hätten die Familie erreicht. Einige Male hätten die Absender sogar Geld beigelegt. Auch Kuchen wurden vorbeigebracht. In einigen Fällen hatten freiwillige Helfer sogar auf eigene Initiative hin Kleidung gekauft und an die Familie geschickt. „Wir wissen nicht, wer das war“, sagt Steffi Wessel. Deshalb habe sie sich an unsere Zeitung gewandt, um diesen Menschen ihren Dank auszusprechen.




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