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Posaunenchor Exten

Nach über 30 Jahren: Abschied von Chorleiter Gerhard Schaper

EXTEN. Nach über 30 Jahren ist Schluss: Beim Weihnachtskonzert in der Extener Kirche am Sonntag wurde Gerhard Schaper, Leiter des Posaunenchors Exten, feierlich verabschiedet. Das Konzert trumpfte mit großer Musikalität, viel Herzlichkeit und zahlreichen Überraschungen auf.

veröffentlicht am 04.12.2018 um 15:47 Uhr
aktualisiert am 04.12.2018 um 17:50 Uhr

Landesposaunenwart Henning Herzog (li.) spricht Gerhard Schaper die Anerkennung und Ehrung des Posaunenwerkes der hannoverschen Landeskirche aus. Foto: who
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Autor

Werner Hoppe Reporter
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EXTEN. Das Weihnachtskonzert in der Extener Kirche hat außer unter dem Stern von Bethlehem noch unter einem zweiten Stern gestanden: „Mich trägt ein Traum“, umschrieb der Kirchenchor Krankenhagen mit einem Lied von Benny Andersson (ABBA) das posaunenlastige Konzertthema.

Dass der Posaunenchor mit Blechbläser-Stücken den Hauptpart tragen würde, hatten wohl viele der Gäste bereits vorausgeahnt. War doch durchgesickert, dass sich dessen Leiter Gerhard Schaper nach 30 Jahren als Frontmann in die zweite Reihe als Musiker zurückziehen wollte. Doch zuvor lieferte er mit 18 Bläsern ein Posaunenchor-Konzert der Extraklasse ab. Man müsste eigentlich von einem „Posaunenorchester“ sprechen, lobte ein bewegter Zuhörer im Nachhinein. Denn: Wo Posaunenchor Exten draufsteht, steckt in Wirklichkeit noch mehr drin. Das ist eng mit der Person von Gerhard Schaper verknüpft, bescheinigte die Vorsitzende der Kirchenmusiker, Susanne Hampel.

Das Konzert hielt Überraschungen für den Dirigenten bereit. Schaper hatte zum Beispiel eine besondere Herausforderung zu meistern – was er souverän tat –, als ihm sein Chor einen echten Musiker-Streich spielte. Statt des „Allegro ma non tanto“ von Giovanni Battista Sammartini auf dem Programmzettel erklang das „Hab oft im Kreise der Lieben“ von Adelbert von Chamisso nach einer Komposition von Friedrich Silcher. Aber so ein alter Bläserhase wie Schaper lässt sich durch solche Irritationen nicht aus dem Takt bringen – er dirigierte einfach weiter bis zum Schluss. Was an sich kein Wunder war, verriet anschließend Albrecht Schäffer von der Stammbesetzung, sei das Stück doch eines von Schapers Lieblingsliedern, das dieser häufig für Ständchen bei Geburtstagen und Jubilarehrungen ausgesucht habe. „Und überhaupt ist es die Art von Gerhard Schaper, die Chorarbeit mit viel Spaß und fröhlicher Gemeinschaft zu verbinden“, erklärte Susanne Hampel, weshalb Dirigent und Posaunenchor in so lockerer Entspanntheit miteinander umgehen könnten.

Gerhard Schaper dirigiert sein letztes Adventskonzert in seiner Eigenschaft als Chorleiter. Künftig will er als „gewöhnlicher“ Musiker mit seiner Trompete für den guten Ton stehen, nachdem er in 30 Jahren ein regelrechtes Posaunenorchester geformt ha
  • Gerhard Schaper dirigiert sein letztes Adventskonzert in seiner Eigenschaft als Chorleiter. Künftig will er als „gewöhnlicher“ Musiker mit seiner Trompete für den guten Ton stehen, nachdem er in 30 Jahren ein regelrechtes Posaunenorchester geformt hat. Foto: who

Genau so kenne und schätze man Schaper, unterstrich außer Pastorin Elisabeth Schacht-Wiemer auch Susanne Hampel: „Gerhard tut unglaublich viel für den Chor. Dafür sind wird ihm dankbar, und wir freuen uns darüber, dass er weiterhin als Bläser im Chor mitmachen wird.“




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