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Vor Gericht: Sechs Monate auf Bewährung

Nächtlicher Einbruch: Polizist schnappt flüchtenden Täter

RINTELN. Für den Einbruch in ein Dienstleistungsunternehmen am Weseranger hat ein 24-jähriger Mann nun eine sechsmonatige Bewährungsstrafe kassiert. Außerdem muss der Arbeitslose 100 Stunden gemeinnützig tätig werden.

veröffentlicht am 08.06.2019 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 10.06.2019 um 18:20 Uhr

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Bei der acht Monate zurückliegenden Tat hatte der Angeklagte zwar lediglich zehn Euro Hartgeld erbeutet, aber durch ein aufgehebeltes Fenster und mehrere aufgebrochene Türen in dem Gebäude einen Sachschaden im vierstelligen Bereich verursacht. Die genaue Schadenshöhe ist nicht bekannt, das Fenster und einige Türen mussten jedoch ausgetauscht werden.

Im Oktober vorigen Jahres wurde eine Anwohnerin mitten in der Nacht durch ein Geräusch wach. Sie hörte einen dumpfen Schlag, stand auf und rief nach einem weiteren Geräusch im Treppenhaus die Polizei. Nach wenigen Minuten trafen zwei Beamte am Tatort ein. Einer der Ordnungshüter bemerkte dann in der Nähe des Gebäudekomplexes eine Person, die schnaufend auf einer Mauer saß. Diese Person flüchtete, der Polizist forderte sie auf, stehen zu bleiben. Nach kurzer Verfolgung konnte der Flüchtende geschnappt und zu Boden gebracht werden. Hierbei handelte es sich um den Angeklagten, der noch ein Brecheisen bei sich führte.

Ganz in der Nähe wurde auch eine Sporttasche gefunden, in der sich die Beute und unter anderem auch eine Sturmhaube, Handschuhe und Schraubendreher befanden. Offenbar hatte der Täter mehrere Räume durchsucht und Schubladen geöffnet, Kamera und Computer aber nicht entwendet. Lediglich die zehn Euro ließ er mitgehen.

„Ich war es auf jeden Fall nicht“, bestritt der 24-Jährige bis zuletzt den Einbruch. Demnach ist er zufällig dort vorbeigegangen und hat zufällig die Tasche gesehen. Zur falschen Zeit am falschen Ort, meinte der junge Mann. „Sie glauben wohl auch, im Himmel ist Jahrmarkt“, entgegnete Richter Ulf Kranitz auf diese Einlassung des Angeklagten. Er habe das schon richtig geplant. Das zeuge von sehr hoher krimineller Energie. maf




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