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Gottesdienste und Wanderausstellung über Hautflügler

Natur als Schöpfung bewahren

DECKBERGEN. Am ersten Sonntag nach Ostern fand in der Deckberger St.-Petri-Kirche ein Gottesdienst der besonderen Art statt: Nach und nach füllte sich an diesem Morgen das Gebäude mit Menschen, um Pastor Matthias Mau sowie Pastor i. R. Klaus-Henning Dageförde, gleichzeitig ehrenamtlich im Nabu Rinteln tätig, zuzuhören. Denn der Gottesdienst stand dieses Mal ganz im Zeichen der Natur.

veröffentlicht am 14.05.2019 um 14:34 Uhr
aktualisiert am 14.05.2019 um 19:30 Uhr

Schutz von Natur und Insekten – wie hier die Erdhummel – ist auch für Rintelner Kirchen wichtig. Foto: Nabu/Kathy Büscher

DECKBERGEN. Ein Gottesdienst der besonderen Art hat kürzlich in der Deckberger St.-Petri-Kirche statt: Nach und nach füllte sich an diesem Morgen das Gebäude mit Menschen, um Pastor Matthias Mau sowie Pastor i. R. Klaus-Henning Dageförde, der gleichzeitig ehrenamtlich in der Nabu-Ortsgruppe Rinteln tätig, zuzuhören. Denn der Gottesdienst stand dieses Mal ganz im Zeichen der Natur.

Oft wird die Urgeschichte am Anfang der Bibel als Widerspruch zur Entstehung des Lebens durch den Urknall angesehen und gedeutet. „Dass Gott die Welt in sieben Tagen erschaffen hat, glaubt heute niemand mehr“, erläutert Dageförde. Die Entstehung der Erde, wie sie in der Bibel steht, ist keine wissenschaftliche Erklärung, sondern religiöse Dichtung, die die Zuwendung Gottes zur Erde verdeutlichen soll.

Oftmals werde die Natur durch den Menschen ausgebeutet, ja sogar zerstört. Doch der Mensch sollte nicht über die Pflanzen und Tiere herrschen und sie zerstören, sondern wie ein Hirte über sie wachen und diese schützen und zum Wohl aller Lebewesen handeln. „Gott hat die Welt so erschaffen, dass alle Lebewesen so leben können, wie es gut für sie ist“, ergänzt er. Doch die lebensfreundlich erschaffene Welt wandele sich, auf dem gesamten Planeten schreite die Zerstörung wichtiger Lebensräume und Ausrottung vieler Tierarten voran.

Gottesdienste werden von einer Ausstellung begleitet. Foto: pr.

Eine Wanderausstellung des Naturschutzbundes (Nabu) zum Thema „Hautflügler“ informierte über die Lebensweise, die Gefährdung sowie den Schutz der Tiere. Diese wurde im Anschluss an den Gottesdienst in den Räumen des angrenzenden Gemeindehauses vorgestellt.

Zwei weitere Gottesdienste reihen sich in nächster Zeit ein, die jeweils von der Nabu-Ausstellung begleitet werden. Am 30. Mai wird ein Schöpfungs-Gottesdienst auf dem Gelände des Freizeitvereins Hohenrode-Strücken unweit der Auenlandschaft Hohenrode abgehalten, Wissenswertes über heimische Insekten erfährt man in der Extener Kirche. Der letzte Gottesdienst findet am 16. Juni in der Erlöserkirche in Krankenhagen statt, wo die Insektenausstellung ab dem Termin des Gottesdienstes ebenfalls für zwei Wochen zu sehen sein wird.r




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