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Wichtiges Kommunikationsmittel zwischen Kirchengemeinde und Mitgliedern

Neue Ideen für den Gemeindebrief: Kirchenkreis bietet Tagesseminar an

Rinteln/Exten (jaj). Tipps und Tricks rund um die Erstellung eines Gemeindebriefes hat es am Wochenende im Gemeindehaus Exten gegeben. Gemeindebriefe werden von jeder Kirchengemeinde in regelmäßigen Abständen produziert und kostenfrei an die Gemeindemitglieder verteilt. In der Regel übernehmen Mitglieder der Gemeinde die Produktion dieser Blätter. Sie entscheiden, wie die Briefe aussehen und wie der Inhalt gestaltet wird. Um diesen Mitarbeitern, die meist keine Ausbildung auf diesem Gebiet haben, Unterstützung und neue Ideen zu bieten, hat der Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg am Wochenende ein Seminar mit dem Kommunikationswirt und Pastor Hilmar Gattwinkel angeboten.

veröffentlicht am 16.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 13:41 Uhr

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„Für die Gemeindebriefe gibt es Hilfestellungen der Landeskirche, aber keine festen Vorgaben“, erklärt Pastor Falk Nisch, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises, die Situation. „Die Mitarbeiter an den Gemeindeblättern haben den Wunsch geäußert, sich einmal intensiv mit dem Thema zu befassen“, erläutert Nisch die Beweggründe für die Veranstaltung. Mit Hilmar Gattwinkel fand er einen Referenten, der den Teilnehmern aus 14 Kirchengemeinden fachkundige Unterstützung bieten konnte.

„Schlechte Produkte

gibt es hier nicht“

„Die Gemeindebriefe sind ein wichtiges Kommunikationsmittel zwischen der Gemeinde und ihren Mitgliedern“, erläutert der Experte die Bedeutung der Broschüren. „Sie verbinden weniger aktive Mitglieder mit ihrer Kirche und werden von den Aktiven sowieso ganz genau gelesen“, fügt er hinzu. Da alle Gemeinden diese Mitteilungen in Eigenregie entwerfen, gibt es große Unterschiede in Format, Gestaltung und Inhalt. „Das ist auch überhaupt nicht schlimm“, versichert Gattwinkel. „Ich will den Teilnehmern nichts vorschreiben, sondern Hilfestellungen geben, wie sie ihr Blatt lesefreundlicher machen können“, fügt er hinzu.

Gattwinkel verdeutlicht, dass die Leser alle Medien, also auch den Gemeindebrief, unbewusst miteinander vergleichen. „Ihr Blatt steht also in gewisser Konkurrenz zu Tageszeitungen, Zeitschriften und anderen Medien“, erklärt er den 14 Zuhörern. Ein in sich geschlossenes Layout, bewusst eingesetzte Schriften und gut ausgewählte Fotos könnten viel dazu beitragen, die Broschüren noch besser zu machen.

„Schlechte Produkte gibt es hier nicht“, versichert der Berliner. Aber man kann die bereits guten Briefe schon durch wenig Aufwand noch besser machen und den Produzenten zeigen, was genau gut daran ist. Dann können die Verantwortlichen das, was sie bisher unbewusst gut gemacht haben, in Zukunft gezielt einsetzen.

Eine Diskussion des Inhalts der Briefe stand am Wochenende nicht auf dem Programm. „Das würden wir in der zur Verfügung stehenden Zeit gar nicht schaffen“, sagt Gattwinkel. Vielmehr stand die visuelle Gestaltung der Texte im Blickpunkt, denn „wenn der Leser durch das Layout abgelenkt wird, kann er sich nicht auf den Text konzentrieren“.

Durch viele Fragen der Teilnehmer wurden auch weitere Bereiche der Öffentlichkeitsarbeit angerissen, auf die der Referent aus Zeitgründen nicht ausführlich eingehen konnte. „Dieses Interesse zeigt, dass Veranstaltungen wie diese sehr gewünscht und sinnvoll sind“, folgert Pastor Nisch und fügt hinzu: „Ich bin sicher, dass dies nicht das letzte Seminar war. Durch unsere engagierten Mitarbeiter werden wir bestimmt noch viele interessante Themen finden.“




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