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Blühendes Porta Westfalica

Neues Konzept zur naturnahen Pflege der Straßenränder

PORTA WESTFALICA. Nach Pfingsten geht das im vergangenen Jahr entwickelte naturnahe Pflegekonzept für Straßen- und Wegeränder einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Porta Westfalica in den Probebetrieb.

veröffentlicht am 04.06.2019 um 12:26 Uhr
aktualisiert am 04.06.2019 um 17:30 Uhr

Nach Pfingsten geht das neue Pflegekonzept für Straßen- und Wegeränder in den Probebetrieb. Foto: Stadt Porta

PORTA WESTFALICA. Im Juni 2018 hat die Auftaktveranstaltung zum Projekt „Blühendes Porta Westfalica – Konzept zur naturnahen Pflege der städtischen Straßen- und Wegeränder“ stattgefunden. Das unter Beteiligung der Öffentlichkeit sowie diverser Institutionen, Vereine und Initiativen entwickelte Pflegekonzept soll dazu beitragen, die überwiegend artenarmen Grassäume entlang der Wege und Straßen im Außenbereich wieder mit heimischen Kräutern anzureichern.

Mit der Entwicklung blühender Säume entstehen für stark bedrohte Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge dringend benötigte Nahrungsflächen. Zudem dienen artenreiche Säume der Vernetzung von Lebensräumen und ermöglichen so den notwendigen Austausch von Pflanzen und Tieren zur Erhaltung eines gesunden Genpools.

Nach Pfingsten geht das Pflegekonzept einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Porta Westfalica nun in den Probebetrieb. In den Ortsteilen Möllbergen und Holtrup wurden Wegsäume ausgewählt, die für ein Jahr einer geänderten Pflege unterliegen.

Das Pflegekonzept: Die Pflege beginnt mit einer Mahd im Frühjahr, die zunächst nur rund 50 Zentimeter des Wegrandes erfasst. Auf der übrigen Fläche soll der Saum bis zum Spätsommer wachsen können und wird dann ab August/September gemäht.

Als Rückzugs- und Überwinterungslebensräume für Tiere werden in regelmäßigen Abständen circa 40 Meter lange Abschnitte ausgespart. Diese werden dann bei der Pflege im Folgejahr gemäht.

Entscheidender Unterschied zur bisherigen Mahd ist der Abtrag des Mahdgutes. Dieses wurde bislang zerkleinert (Mulchmahd) und auf der Fläche belassen, was Fäulnisprozesse und starken Nährstoffeintrag mit sich bringt, den Aufwuchs von Kräutern damit weitgehend verhindert und artenarme Grassäume fördert. Erforderliche Sichtdreiecke an Kreuzungen und Einmündungen werden aus Gründen der Verkehrssicherheit vollständig gemäht.

Die Säume befinden sich überwiegend im Außenbereich, verlaufen aber auch entlang von Hofstellen und vereinzelten Wohngebäuden. Anlieger werden gebeten, in diesem Jahr keine Mäharbeiten an öffentlichen Straßen- und Wegrändern durchzuführen. Ganz besonders gilt dies für Eigentümer oder Pächter landwirtschaftlicher Flächen, die bislang Pflegearbeiten an den Säumen durchgeführt haben.r




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