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Start am 16. Juni

Neues Naturschutzprojekt: Ganz Rinteln zum Blühen bringen

RINTELN. Ein neues Naturschutzprojekt will ganz Rinteln zum Blühen bringen – und die Stadt ist ebenso dazu aufgerufen, mitzumachen, wie jeder einzelne Bürger oder jedes Unternehmen. Am Sonntag, 16. Juni, wird das Projekt „Hier blüht euch was“ mit einem Stand auf dem Bauernmarkt an den Start gehen. Das steckt dahinter:

veröffentlicht am 11.06.2019 um 12:57 Uhr
aktualisiert am 13.06.2019 um 23:40 Uhr

Unsere Zeitung startet in dieser Woche die neue Sommerserie „Mehr Natur, mehr Vielfalt“, in der wir vorbildliche Projekte aus Kommune, Landwirtschaft und Hobbygärtnerei vorstellen. Und Sie können uns Ideen schicken! Wer also entsprechende Gärten oder
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Marieluise Denecke Redakteurin / Online zur Autorenseite

RINTELN. Maria Rollinger hat in diesen Tagen viel zu tun: Sie ist Hauptverantwortliche für Rintelns neuestes Naturschutzprojekt mit dem Namen „Hier blüht euch was“. Rollinger ist unter anderem bekannt in ihrer ehemaligen Rolle als Vorsitzende des Kreisverbandes Schaumburg im Naturschutzbund (Nabu). Den Posten bekleidet sie inzwischen nicht mehr, stattdessen widmet sie sich derzeit voll und ganz „Hier blüht euch was“.

Rollinger ist es hierfür gelungen, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen: den Rintelner Nabu ebenso wie die Stadt Rinteln, den Imkerverein der Weserstadt und den Bauhof. Bürgermeister Thomas Priemer hat die Schirmherrschaft übernommen. „Ich bin offene Türen eingerannt“, zeigt sich Rollinger erfreut darüber, wie schnell alle Gesprächspartner zusammengebracht werden konnten.

Worum geht es bei „Hier blüht euch was“? Vor allem soll es ein Mitmach-Projekt für ganz Rinteln sein. Mehr private und kommunale Gärten und Flächen sollen sich in den Sommermonaten in bunt blühende Wiesen verwandeln, auf denen sich die heimische Flora ebenso wohl fühlt wie Bienen, Hummeln und andere fürs Ökosystem wichtige Insekten. Dazu hat der Nabu gemeinsam mit Bauhof und der Stadt beispielsweise schon einen neuen Mähplan für die kommunalen Grünflächen aufgestellt, der vorsieht, dass in der Zeit der Spätblüher nicht gemäht wird, sodass sie ihre Blüte voll entwickeln können.

So könnte es bald an mehreren Ecken in Rinteln aussehen: Am Friedhof in Exten fühlen sich viele Wildblumen derzeit heimisch. Foto: pr.

Doch auch jeder Bürger soll Rinteln stärker zum Blühen bringen als bislang – egal, ob im eigenen Blumenkasten, im eigenen Garten oder auf öffentlichen Flächen wie Schulhof, Friedhof, auf einem Grundstück im Gewerbegebiet oder auf einem Blühstreifen auf einer landwirtschaftlichen Fläche. Hierzu gibt es bereits mehrere Partnerprojekte. Der Nabu wird hierzu heimische Saatmischungen ausgeben.

Ziel ist insgesamt die praktische Umsetzung des Aktionsplans „Bienenfreundliches Rinteln“, den der Rat bereits im Herbst 2017 beschlossen hat. Das Projekt will alle Bürger dazu einladen, Verwaltung und Baubetriebshof in der Umsetzung dieses Aktionsplans zu unterstützen und selbst etwas zum Blühen zu bringen.

Der offizielle Startschuss für „Hier blüht euch was“ wird am kommenden Sonntag, 16. Juni, fallen. Dann wird das Projekt im Rahmen des Bauermarktes auf dem Rintelner Marktplatz offiziell vorgestellt. Um 12 Uhr wird Bürgermeister Priemer als Schirmherr am gemeinsamen Stand von Naturschutzbund und Imkerverein Rinteln das Logo enthüllen, das das Projekt im Stadtgebiet sichtbar machen soll.

Der Internetauftritt des Projekts, der künftig unter www.hierbluehteuchwas.de abgerufen werden kann, stellt das Konzept und die Partnerprojekte vor. Die Homepage ist zurzeit in Arbeit und soll zum offiziellen Projektstart online sein.




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