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Brückentorsaal fällt aus – was nun?

Neujahrskonzert gerettet: im Januar in der Nikolaikirche

RINTELN. „Die Nikolaikirche hat unser Neujahrskonzert im Januar gerettet“, betonten in einem Pressegespräch bei der Volksbank Wolfgang Westphal und Juliane Weiss, Geschäftsführerin des Kulturrings.

veröffentlicht am 06.12.2018 um 16:00 Uhr
aktualisiert am 06.12.2018 um 18:58 Uhr

Wolfgang Westphal (rechts) und Juliane Weiss vom Kulturring mit Ansgar Haverkamp von der Volksbank in Schaumburg.Foto: wm
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Hans Weimann Reporter
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RINTELN. „Die Nikolai-Kirche hat unser Neujahrskonzert im Januar gerettet“, betonten in einem Pressegespräch bei der Volksbank Wolfgang Westphal und Juliane Weiss, Geschäftsführerin des Kulturrings. Westphal schilderte, er habe zunächst Hemmungen gehabt für ein Neujahrskonzert mit einem Walzer-Programm die Kirche als Veranstaltungsort vorzuschlagen, aber selbst Pastorin Sabine Schiermeyer habe sofort zugestimmt.

Bei entsprechender brandschutztechnischer Absicherung durch die Feuerwehr hätte das Konzert auch im Brückentorsaal stattfinden können. „Doch dann hätten wir 150 Plätze weniger gehabt“, schilderten Weiss und Westphal. So gibt es in der Nikolaikirche 425 Sitzplätze, davon 100 Hörplätze auf der Empore. Je nach Platzwahl kosten die Karten 10, 20 oder 25 Euro. Das Konzert am 20. Januar (Beginn 17 Uhr) wird wie immer von der Volksbank als Sponsor gefördert.

Wolfgang Westphal als Dirigent und das Göttinger Symphonie Orchester wollen das Programm mit einer Symphonie von Joseph Haydn mit dem beziehungsreichen Titel „Abschied“ beginnen.

Westphal verspricht den Zuhörern hier eine musikalische Überraschung. Danach folgen Kompositionen von Johann Strauß, (dem Sohn) und zum Abschluss der Radetzky-Marsch von Johann Strauß (dem Vater).

Der Verkauf der Restkarten (Kulturringmitglieder haben bereits Karten kaufen können) findet ab kommenden Dienstag (11. Dezember), ab 9 Uhr in der Volksbank statt. Am Dienstag will sich auch der Kulturring-Vorstand in seiner Sitzung mit dem Thema Stadthalle oder Brückentorsaal-Sanierung befassen und dazu eine Stellungnahme abgehen. Weiss wie Westphal erwarten ein einstimmiges Votum.

Das Frühjahrsprogramm des Kulturrings steht fest, auch wo was stattfinden soll. Und das ist in den Räumlichkeiten im Prinzenhof der Sparkasse (Kultur zur Teezeit), in der Aula des Ernestinums (zwei Komödien und ein Psychothriller), im Refektorium der Klosterkirche Möllenbeck (Barockmusik und Balladen) und im Ratskellersaal (Kabarett mit den Mindener Stichlingen). Am 28. April fährt der Kulturring ins Opernhaus Hannover zum Musical „West Side Story“. Für Weiss wie Westphal ist klar, wenn weiter größere Theateraufführungen und Konzerte in Rinteln stattfinden sollen, müsse es dafür geeignete Räumlichkeiten und eine professionelle Bühne geben.

Weiss schilderte, Tourneetheater kämen nur, wenn die Voraussetzungen für eine Aufführung stimmten. Langfristig sei beispielsweise die Aula am Ernestinum schon deshalb keine Lösung, weil hier die Akustik nicht optimal sei.

Die Idee mit Aufführungen in einer großen Industriehalle funktioniere in der Regel nur einmal, nämlich beim Neubau, danach sei üblicherweise eine solche Halle mit Maschinen vollgestellt. Und dann ist da noch die Sache mit der Heizung: Unter 18 Grad spielt kein Orchester, tritt kein Theater auf. Eine weitere Option wäre der Saal der Landesfinanzschule.




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