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Senior beharrt vor Gericht auf seiner Unschuld

Nichts gemerkt: Beim Ausparken abgestellten Pkw beschädigt

RINTELN. Ein missglücktes Ausparkmanöver im Industriegebiet Süd hat einem Autofahrer eine Geldbuße von 30 Euro beschert. Richter Ulf Kranitz war überzeugt davon, dass der 74-Jährige mit seinem Pkw versehentlich gegen einen geparkten BMW gestoßen ist. Dies hatte der Senior bis zuletzt geleugnet.

veröffentlicht am 12.03.2019 um 15:57 Uhr
aktualisiert am 12.03.2019 um 17:10 Uhr

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Im Mai vorigen Jahres lieferte ein Fahrer im Industriegebiet Lebensmittel aus, als er zufällig Zeuge eines 20 Meter entfernten Ausparkvorgangs wurde. Nach seiner Schilderung fuhr der 74-Jährige rückwärts von seinem Parkplatz und stieß dann gegen das Heck des abgestellten BMW. Er vermutete, der Unfallverursacher wollte eigentlich den ersten Gang einlegen, stattdessen war es der Rückwärtsgang. Der Zeuge machte den Senior auf den Anstoß aufmerksam und fotografierte das Heck des BMW. Dann ging er in einen angrenzenden Elektrofachmarkt, wo er den Eigentümer des leicht beschädigten Autos vermutete.

„Das merkt man doch, wenn man irgendwo gegen fährt“, verdeutlichte der ältere Herr. Er sei normal rausgefahren und nirgends drangestoßen. Die Streifschäden an seinem 15 Jahre alten Wagen stammten aus Italien, wo er sich öfters aufhalte. Allenfalls die Anhängerkupplung seines Autos könne dagegengekommen sein. Ihm wurde aber gesagt, das passe von der Höhe nicht. Deshalb könne das auch nicht sein. „Ich gehe davon aus, dass der Schaden schon vorhanden und ich dummerweise der Leidtragende war.“ Er fahre seit 1966 Auto und habe bislang erst einen einzigen Unfall gehabt, betonte er abschließend. maf




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