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Rat beschließt Flächennutzungsplan

Nordstadt-Flächen: Ein dickes „W“ für Wohnen

RINTELN. Bisher ist das Gelände der ehemaligen Prince-Rupert-School in der Nordstadt der Bildung gewidmet. Künftig soll dort gewohnt werden. Das hat der Rat der Stadt Rinteln gegen die Stimmen der Grünen auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen:

veröffentlicht am 24.06.2020 um 17:00 Uhr

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Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

RINTELN. Die deutsche Bürokratie sorgt gerne für Wortungetüme. Flächennutzungsplanaufstellungsbeschluss ist ein solches. Im Kern geht es darum, eine grundsätzliche Entscheidung zu treffen – so wie jetzt auch in Rinteln.

Bisher ist das Gelände der ehemaligen Prince-Rupert-School in der Nordstadt der Bildung gewidmet. Künftig soll dort gewohnt werden. Das hat der Rat der Stadt Rinteln gegen die Stimmen der Grünen auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Bürgermeister Thomas Priemer wurde nicht müde zu betonen, dass damit noch keine Detail-Entscheidungen getroffen wurden. „Mein Appell ist: Verschießt euer Pulver noch nicht“, so Priemer. Es gehe zunächst nur darum, ein dickes „W“ in den Plan zu malen, dass dort gewohnt werden solle.

Uta Fahrenkamp (Grüne) hielt dagegen: Gerade erst habe man das Wohnraumversorgungskonzept beschlossen. Dort werde das genaue Gegenteil von dem empfohlen, was die Stadt jetzt tun wolle. „Ich sehe mir die Pläne an und sehe überwiegend Flächen für Ein- und Zweifamilienhäuser. Das Konzept hat dargestellt, dass wir dafür keinen großen Bedarf haben.“

„Wollen wir Investitionen auf dieser Fläche zulassen oder nicht“, fand dagegen Veit Rauch (CDU). „Wollen wir jungen Familien ermöglichen, dort ein Eigenheim zu bauen, oder nicht?“ Ohne Neubaugebiet würde Rinteln für viele junge Familien nicht in Frage kommen. „Wir dürfen jetzt nicht das Versiegelungsdesaster heraufbeschwören“, so Rauch. Bis auf die Grünen folgten alle Ratsfraktionen dieser Argumentation.