weather-image
20°

600 Zuhörer in neuer Stüken-Werkshalle

Orchester begeistert bei Konzert in Industriekathedrale

RINTELN. Beeindruckende Kulisse, atemberaubender Klang – so ließe sich das Konzert „Symphonie trifft Industrie“ gut zusammenfassen. Auch das Symphonische Orchester des Landestheaters Detmold wusste zu beeindrucken.

veröffentlicht am 11.03.2019 um 16:24 Uhr
aktualisiert am 11.03.2019 um 19:52 Uhr

Es war der perfekte Zeitpunkt für ein Konzert in dieser besonderen Umgebung. Foto: tol

Autor:

Maurice Mühlenmeier
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

RINTELN. Beeindruckende Kulisse, atemberaubender Klang – so ließe sich das Konzert „Symphonie trifft Industrie“ gut zusammenfassen. Auch das Symphonische Orchester des Landestheaters Detmold wusste zu beeindrucken: In einer knapp zweistündigen Vorstellung unter der Leitung von Dirigent und Mitinitiator Wolfgang Westphal wurde den mehr als 600 Zuhörern Musik der Extraklasse geboten.

Eingeleitet wurde der Abend von der Polonaise „Eugene Onegin“ von Peter Tschaikowski. Im Anschluss ergriff Stüken-Geschäftsführer Hubert Schmidt das Wort: „Es war nicht leicht“, sagte er – und meinte damit das Zustandekommen des Abends. Terminfindung, Baufortschritt, Auflagen – all das hätte dem Abend einen Strich durch die Rechnung machen können. „Manchmal habe ich mich gefragt: ‚Warst du zu mutig zuzusagen?‘“ Das Konzert, das als Wiederaufleben einer ähnlichen Veranstaltung vor 20 Jahren in Halle 6 zu sehen sei, werde eine einmalige Veranstaltung sein, stellte Schmidt klar: „Ab Dienstag wird hier wieder gebaut.“ Aber auch der „bürokratische Kampf war unerträglich“, dass es dennoch gelang, sei vor allem den engagierten Mitarbeitern zu verdanken.

Vor der Durchführung des Abends habe man einen Katalog aus 26 Auflagen erhalten: „Auch diese Rede ist Teil der Auflagen“, betonte Schmidt und wies unter Gelächter der Anwesenden auf Fluchtwege und -helfer hin. Zum Schluss gestattete sich der Geschäftsführer noch eine Bemerkung in Richtung der Verwaltung, als er den Anwesenden sagte: „Es muss noch viel öfter vor Rathäusern demonstriert werden.“

Danach übernahm Westphal die Führung durch den Abend und vor allem die Führung des Orchesters. In einer beeindruckend guten Akustik in der Werkshalle spielten die Musiker klassische Stücke aus Tschaikowskis „Nussknacker“ – von ruhigen, langsamen Stücken wie dem „Arabischem Tanz“ bis hin zu hellen Fanfarenklängen wie beim „Marche: Tempo di marcia viva“ oder klassischen Ohrwürmern wie dem „Tanz der Zuckerfee“ oder dem russischen Tanz „Trepak“. Den Abschluss dieses Medleys bildete der „Blumenwalzer“.

Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit vier Sätzen aus Antonín Dvoráks neunter Symphonie „Aus der Neuen Welt“. Aber nicht ohne dass Westphal die 600 Zuhörer zum gemeinsamen Singen animierte. Die Standing Ovations nach dem letzten Akkord waren mehr als nur verdient.

Symphoniekonzert in der neuen Werkshalle der Firma Stüken

Kulturring Rinteln und Firma Stüken präsentieren Symphonisches Orchester des Landestheater Detmold, Dirigent: Wolfgang Westphal




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare