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Erinnerung an Großbrand in Kohlenstädt

Ortsfeuerwehr Ahe sucht dringend neue aktive Feuerwehrleute

AHE. Neun Einsätze, und damit doppelt so viele wie im Jahr davor, hat die Freiwillige Ortsfeuerwehr Ahe im Jahr 2018 zu verzeichnen gehabt. Mit dem Großbrand auf der Hofstelle Wessel in Kohlenstädt hat sich ein Einsatz ins kollektive Gedächtnis der örtlichen Blauröcke eingebrannt.

veröffentlicht am 04.02.2019 um 15:36 Uhr
aktualisiert am 04.02.2019 um 17:30 Uhr

Ortsbrandmeister Reinhard Möller (von links) mit den zu Oberfeuerwehrleuten Beförderten, Caroline König und Jörg Kriehn. Foto: who
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Autor

Werner Hoppe Reporter
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AHE. Neun Einsätze – und damit doppelt so viele wie im Jahr davor – hat die Freiwillige Ortsfeuerwehr Ahe 2018 zu verzeichnen gehabt. Mit dem Großbrand auf der Hofstelle Wessel in Kohlenstädt hat sich ein Einsatz ins kollektive Gedächtnis der örtlichen Blauröcke eingebrannt. Der 26. Juli 2018 hatte daher besonderes Gewicht im Jahresbericht von Ortsbrandmeister Reinhard Möller anlässlich der Jahresversammlung.

Möller erinnerte mit Zahlen an den größten Einsatz des Jahres: Vier Erwachsene und ein Kleinkind konnten das Wohnhaus unverletzt verlassen, 50 Rinder und Kälber aus den Stallungen gerettet und das Übergreifen der Flammen auf die Schweinestallungen verhindert werden. Für die betroffene Familie Wessel sei es nicht zuletzt tröstlich gewesen, unter den Helfern auch viele bekannte Gesichter aus Ahe, Kohlenstädt und Engern zu erkennen. Möller: Dieser Großbrand – mitten im Hitzesommer 2018 – habe die „Ortsfeuerwehr Ahe aufs Höchste gefordert“ und an die körperlichen Leistungsgrenzen gebracht; nicht zuletzt, weil am vierten Tag nach dem Feuer erneut offene Flammen zu bekämpfen waren. Darum brauche die Ortsfeuerwehr Ahe dringend „neue aktive Kameradinnen und Kameraden“, um die aktuell 15 Einsatzkräfte, darunter drei weibliche, zu entlasten.

Die Ortsfeuerwehr Ahe setze dennoch alles daran, ihren Auftrag so gut wie möglich zu erfüllen, machte Möller ebenfalls anhand von Statistiken deutlich. Bei 48 Diensten, Einsätzen und Jubiläen anderer Rintelner Ortsfeuerwehren kamen 1047 Stunden unentgeltlicher Arbeit für die Allgemeinheit zustande – sowie 517 Kilometer bei 43 Stunden „im Fahrtenbuch unseres Tragkraftspritzenfahrzeugs“.

Karl Söffker ist seit 60 Jahren Fördermitglied. Foto: who

Abgesehen vom Einsatzfahrzeug als technischem Rückgrat trügen vor allem die engagierten Feuerwehrleute die Hauptlast im Ausbildungs-, Übungs- und Einsatzdienst, betonte Möller. Mit Caroline König und Jörg Kriehn wurden zwei Mitglieder der Einsatzabteilung zu Oberfeuerwehrleuten befördert.

Reinhard Röske wurde von der Versammlung für weitere drei Jahre als Sicherheitsbeauftragter und Jörg Plenert für drei Jahre als Gruppenführer wiedergewählt. Letzterer durfte sich zum wiederholten Male als „Feuerwehrmann des Jahres“ feiern lassen, diesmal für 114 geleistete Dienststunden an 38 Tagen. Albert Baum und Hubert Vogelmann wurden für ihre 50-jährige Treue als Förderer der Feuerwehr Ahe geehrt, Karl Söffker für 60-jährige Zugehörigkeit und August Gellermann sowie Heinrich Stemme sogar für 70 Jahre als Förderer.




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