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Orkan wirft Bäume um / Bei Trockenheit brennen Hecken

Ortswehr Strücken: Ein stürmisches Jahr

STRÜCKEN. Das Einsatzjahr 2018 begann für die Ortsfeuerwehr Strücken nicht nur im Wortsinne stürmisch. Die insgesamt neun Einsätze im Gefolge des Orkans „Friederike“ vom18. Januar standen zur Jahreshauptversammlung der Strücker Ortsfeuerwehr allen Beteiligten wieder deutlich vor Augen, als Ortsbrandmeister Bernd Entorf seinen Jahresbericht startete.

veröffentlicht am 10.02.2019 um 14:06 Uhr
aktualisiert am 10.02.2019 um 18:20 Uhr

Strückens Ortsbrandmeister Bernd Entorf (v. l.) und die frisch Beförderten Steffen Krause, Björn Susewind und André Meyer sehen entspannt dem Feuerwehrdienstjahr 2019 entgegen. who
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Werner Hoppe Reporter

STRÜCKEN. Das Einsatzjahr 2018 begann für die Ortsfeuerwehr Strücken nicht nur im Wortsinne sSTRÜCKEN. Das Einsatzjahr 2018 begann für die Ortsfeuerwehr Strücken nicht nur im Wortsinne stürmisch. Die insgesamt neun Einsätze im Gefolge des Orkans „Friederike“ vom 18. Januar standen zur Hauptversammlung der Strücker Ortsfeuerwehr allen Beteiligten wieder deutlich vor Augen, als Ortsbrandmeister Bernd Entorf seinen Jahresbericht startete.

„Um 13.37 Uhr wird die Ortsfeuerwehr Strücken alarmiert, wir rücken um 19.30 Uhr wieder ein“, brachte Entorf das erste Ereignis in Kurzform, das vor einem Jahr alle Rintelner Ortsfeuerwehren in Bewegung gehalten hatte. Das zweite Schadensereignis – eigentlich waren es acht – waren Brände, zu deren Bekämpfung die Strücker Brandschützer auch in die Nachbarorte gerufen wurden. Darunter je ein Heckenbrand im Trockenjahr 2018 in Exten, in Hohenrode sowie zu Hause in Strücken. Während die kokelnden Hecken relativ schnell und komplikationslos gelöscht werden konnten, hätte sich aus den Bränden der Lüftungsanlage der Firma Treppen-Vogt in Strücken sowie beim Getränkehersteller Wesergold in Exten leicht Schlimmeres entwickeln können.

Dass es nicht so kam, dürfte ein Verdienst der Neuordnung der Einsatzstrukturen der Rintelner Ortsfeuerwehren sein, war aus dem Bericht von Strückens Ortsbrandmeister herauszulesen. Hintergrund: Die Bildung der überörtlichen Einsatzzüge erhöht die Effektivität der benachbarten Ortsfeuerwehren deutlich. So werden nach neuem Prozedere und mit deutlich erhöhter Schlagkraft die Ortsfeuerwehren Exten, Hohenrode und Strücken im Bedarfsfall gemeinsam als Zug Weser alarmiert und eingesetzt.

Grundsätzlich kümmert sich die Ortsfeuerwehr Strücken aber im Verbund mit dem Zug Weser um Einsatzfälle in ihrem Einzugsbereich, verdeutlichte Entorfs Bericht. Dabei kann sich das Einsatzgebiet in speziellen Fällen auch auf das gegenüberliegende Weserufer erstrecken. So wie zum Beispiel im Juli, als nach dem Brand einer Hofstelle in Kohlenstädt gut sechs Stunden Nachlöscharbeiten erforderlich waren.

Aber Feuer bedeute nicht immer Schadensfall, sondern könne auch durchaus zur Gemeinschaftsförderung beitragen, so Entorf – das Osterfeuer vom 31. März in Strücken zum Beispiel, das die Ortsfeuerwehr Strücken bewusst angelegt und entzündet hatte.

Überhaupt ist die Feuerwehr ein tragendes Glied in der dörflichen Gemeinschaft, das unterstreichen auch noch andere Berichts-Positionen aus 2018. Hatte doch die Ortsfeuerwehr Strücken unter anderem wieder die Verkehrssicherung des Umzuges beim Hohenroder Erntefest übernommen sowie eine Sicherheitsunterweisung für den Waldkindergarten Strücken.

Bei allen Aufgaben, die sich über den reinen Feuerwehrdienst hinaus ergeben, behält auch die Ortswehr Strücken ihr Kerngeschäft – Retten, Bergen, Löschen, Schützen – im Fokus. Sichtbarer Ausdruck dafür sind die Beförderungen, die in diesem Jahr vielleicht nicht ganz so zahlreich ausfielen wie zu anderer Zeit. Nur drei waren es, und darum durften André Meyer als frisch mit dem zweiten Sternchen auf den Uniform-Schulterstücken dekorierter Erster Hauptlöschmeister sowie Steffen Krause als Oberfeuerwehrmann und Björn Susewind als Feuerwehrmann das donnernde dreifache „Gut Wehr!“ zur Gratulation als Beifall umso mehr genießen.




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