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Anträge aus Schülerprojekt landen im Stadtrat

Pimp your town: Wie Schüler das Rathaus zum Umdenken bringen

RINTELN. Im Rahmen des Projekts „Pimp your town“ haben Schülerinnen und Schüler von Gymnasium und IGS im April vergangenen Jahres drei Tage lang „Politik gemacht“, genauer gesagt, so getan als ob. Einige ihrer Anträge haben es kürzlich in die (echte) Ratssitzung geschafft.

veröffentlicht am 07.03.2019 um 15:57 Uhr

Im Zuge der derzeit laufenden Planung rund um Biergarten und Wohnmobilstellplatz an der Weser ist seitens der Stadtverwaltung auch der vom Schülerprojekt „Pimp your town“ vorgeschlagene Grillplatz vorgesehen – genauer Standort noch ungewiss. Foto: Ar

Autor:

Jessica Rodenbeck
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RINTELN. Bei dem Projekt „Pimp your town“ haben die Schüler Fraktionen gebildet, Anträge geschrieben und zuletzt sogar in einer – wenn auch gespielten – Ratssitzung Beschlüsse gefasst. Jetzt sind die Anträge von „Pimp your town“ erneut Thema in einer Ratssitzung gewesen, diesmal jedoch in einer echten.

Schon während des Projekts hatte Bürgermeister Thomas Priemer den Schülern versichert, dass er ihre Anträge ernst nehmen und in die reguläre Ratsarbeit einbringen wolle. Und das ist jetzt geschehen. Drei Anträge von „Pimp your town“ waren Thema in der jüngsten Sitzung des Stadtrats.

In einem Antrag hatten die Schüler mehr Sitzgelegenheiten und Mülleimer in der Innenstadt und an der Weser gefordert. „Damit nicht so viel Müll in der Stadt ist und die Umwelt geschützt wird.“ Die Menschen sollten sich auf den neuen Sitzgelegenheiten wohl fühlen. Es gebe an der Weser zu wenige Mülleimer und Sitzgelegenheiten, weil diese ja auch manchmal kaputt gemacht würden, heißt es in dem Antrag.

Die Verwaltung teilte dazu mit, dass aufgrund der Forderung der Schüler ein Umdenken in der Stadtverwaltung stattgefunden habe. Die Umsetzung sei schon zum Teil erfolgt, Erweiterungen seien, soweit sinnvoll, im Laufe dieses Jahres vorgesehen.

Zudem hatten die Schüler einen Grillplatz mit Tischen und Bänken beantragt. „Damit man sich z. B. mit der Familie oder Freunden treffen kann und Zeit verbringen kann und weil es in Rinteln keinen Grillplatz gibt und es keine Möglichkeit gibt, im Freien zu grillen.“

Hierzu erinnerte die Verwaltung daran, dass es im April 2017 bereits einen ähnlichen Antrag von Jusos und Junger Union im Ortsrat Rinteln gegeben habe. Der Ortsrat habe diesen Antrag jedoch abgelehnt, weshalb keine Umsetzung erfolgte. Dennoch werde die Forderung im Zuge der Nutzung freier Flächen am Weseranger erneut aufgegriffen. Durch die derzeitige Planung rund um den Biergarten/Wohnmobilstellplatz sei seitens der Stadtverwaltung auch ein Grillplatz geplant. Lage und Ausstattung seien jedoch noch zu präzisieren und mit dem zukünftigen Pächter der Flächen abzustimmen.

In einem weiteren Antrag hatte der „Pimp your town“-Stadtrat mehr unterhaltsame Aktivitäten in der Stadt gefordert. „Der Spielplatz im Blumenwall ist oft vollgemüllt und dreckig. Ein paar mehr Geräte wie z. B. eine zweite Schaukel oder eine Wippe wären toll. Den Spielturm sollte man auch mal erneuern.“

Zu diesem Antrag teilte die Verwaltung mit, dass der Einbau einer Wippe für 2019 vorgesehen sei. Der Spielturm sei überprüft worden, er befinde sich aber in einem guten Zustand, sodass keine Erneuerung vorgesehen sei.

Der Stadtrat nahm die Anträge der Schüler und die Mitteilung der Verwaltung zur Kenntnis. Zudem wolle man das Projekt „Pimp your town“ wiederholen, um erneut Schülerinnen und Schüler an die Kommunalpolitik heranzuführen.




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