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"GPD Packaging" will in Rinteln produzieren

Pläne sind da: Hier entstehen bald neue Arbeitsplätze und Millionen Pizzakartons

RINTELN. Unter dem Projektnamen „Rosa“ will ein Verpackungsspezialist im Industriegebiet Süd einen großen Produktionsstandort errichten und hier Millionen Pizzakartons fertigen. Nähere Pläne zum Bauvorhaben liegen jetzt vor. 750 Millionen Pizzakartons pro Jahr sollen ab 2022 produziert werden:

veröffentlicht am 15.01.2021 um 12:26 Uhr
aktualisiert am 15.01.2021 um 16:44 Uhr

RINTELN. Unter dem Projektnamen „Rosa“ will der Verpackungsspezialist „GPD Packaging“ im Industriegebiet Süd einen großen Produktionsstandort errichten und hier bald Millionen Pizzakartons fertigen. Das Unternehmen will etwa 30 Millionen Euro in den neuen Standort investieren, bis zu 80 neue Arbeitsplätze sollen so in der Stadt entstehen (wir berichteten).

Jetzt liegen die genaueren Pläne für das Projekt vor. In einer Präsentation erläutert „GPD Packaging“ mit Sitz in Bielefeld sein Vorhaben. Zum 1. Januar 2022 will das Unternehmen mit der Produktion von bis zu 750 Millionen Pizzakartons im Jahr beginnen.

Das Unternehmen wird sich im Industriegebiet Süd an der Röntgenstraße ansiedeln. Errichtet werden sollen hier insgesamt vier Hallen für Produktion, Lager und Logistik.

Aus dem Lageplan geht hervor, dass die Hallen 1/2 als Produktionsstätte eine Größe von knapp 10 000 Quadratmeter besitzen werden. Die Hallen 3/4 weisen als Lager -und Logistikhallen jeweils knapp 10 000 Quadratmeter auf. Die Gebäudehöhe beträgt etwa zwölf Meter. Bauherr ist die S & P Projektgesellschaft Rinteln mit Sitz in Bremen.

Geplant ist, insgesamt zwei große Hallensegmente zu errichten, die durch einen von Norden nach Süden verlaufenden Graben getrennt sind. Dieser Entwässerungsgraben soll im Zuge der Baumaßnahmen ökologisch aufgewertet werden. Um den gesamten Gebäudekomplex werden die Feuerwehrzufahrten und Rettungswege eingerichtet. Das Baugrundstück wird nach Süden hin durch einen Erdwall und zusätzlich mit einer standortgerechten Bepflanzung in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde abgegrenzt. Die Zufahrt zum Grundstück erfolgt über die Röntgenstraße.

Das Unternehmen kündigt an, dass hier nach Produktionsbeginn am Tag (also zwischen 6 und 22 Uhr) etwa 100 LKWs ein- und ausfahren werden. Während der Nacht (22 bis 6 Uhr) wird mit etwa 30 LKWs gerechnet.

Ursprünglich hatte die Verwaltung eine Bauausschusssitzung am 18. Januar eingeplant, die wegen der aktuellen Infektionslage abgesagt wurde. Auf der Sitzung hätte das Bauvorhaben vorgestellt werden sollen. Der Investor hat den nötigen Bauantrag jedoch bereits bei der Stadt Rinteln eingereicht. Gemäß dem rechtsgültigen Bebauungsplan Nummer 56 „In den Äckern 3“ arbeitet das zuständige Amt derzeit an einer Baugenehmigung für die Fabrik.

Vorbereitende Maßnahmen wie Bodenarbeiten sind bereits in Planung und sollen demnächst beginnen. Sie sind laut Stadt Rinteln zunächst durch eine Teilbaugenehmigung abgedeckt.

Das Unternehmen selbst verspricht „modernste Produktverpackung“ kombiniert mit „maximaler Effizienz“ über die gesamte Wertschöpfungskette, unter anderem durch modernen Rollenoffsetdruck. Das Unternehmen will Tiefkühllebensmittelverpackungen in Europa sogar „revolutionieren“. Der Verzicht auf Plastikumhüllungen liege dabei auf der Hand: Materialkosten würden gespart, der Prozess werde vereinfacht. Außerdem werde unnötiges Plastik vermieden und die Frische der Produkte bleibe erhalten.




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