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Verstärkt Kontrollen vom 13. bis 17. Mai

Polizei Rinteln kündigt Verkehrssicherheitswoche an

RINTELN/AUETAL. Wie das Polizeikommissariat Rinteln mitteilt, wird in der Woche vom 13. bis zum 17. Mai im Zuständigkeitsbereich des Kommissariats eine Verkehrssicherheitswoche durchgeführt.

veröffentlicht am 03.05.2019 um 15:31 Uhr
aktualisiert am 14.05.2019 um 19:00 Uhr

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RINTELN. Derzeit läuft, wie angekündigt, die Verkehrssicherheitswoche der Polizei, was verstärkte Kontrollen bis zum 17. Mai im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Rinteln bedeutet.

Am Montag startete die Aktion. Unterstützt wurden die Rintelner Polizeibeamten dabei von der Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Nienburg/ Schaumburg. Am frühen Morgen wurde an der Kreuzung Konrad-Adenauer-Straße/ Bahnhofstraße Kontrollen im Hinblick auf Handy-, Gurt-, und Rotlichtverstöße durchgeführt. Vom späten Vormittag an bis in den Nachmittag fanden dann Geschwindigkeitskontrollen auf der B 238 in Möllenbeck statt.

Insgesamt wurden 38 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Davon fielen fünf Verstöße in die Rubrik Verkehrsordnungswidrigkeit, was bedeutet, dass sich die Fahrer außer auf eine Geldbuße auf Punkte in der Verkehrssünderkartei Flensburg einstellen müssen. Ein Verkehrsteilnehmer wurde mit 81 Stundenkilometern im Ort gemessen. Die übrigen Verkehrssünder kamen mit einem Verwarngeld davon. Auch wurden zwei Gurtverstöße festgestellt.

Ein Motorradfahrer fiel besonders negativ auf: Er raste mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch die Ortschaft. Den Signalen des Anhaltekommandos entzog er sich vorsätzlich, nachdem er kurz angebremst hatte, indem er mit Vollgas an den Beamten vorbei in Richtung Rinteln fuhr. Dabei schnitt er einen Autofahrer, der sich anschließend bei der Kontrollstelle meldete, um sich über den Motorradfahrer zu beschweren. Das vorsätzliche Nichtbefolgen des Haltgebotes eines Polizeibeamten kann mit bis zu 140 Euro geahndet werden.

Am zweiten Tag lag der Schwerpunkt auf der Überwachung von Zweirädern, insbesondere Mofas und Roller bis 45 km/h. Mit dabei war der Rollenprüfstand der Polizei, der in der Lage ist, gerichtsverwertbar die Höchstgeschwindigkeit zu messen.

Eine ältere Fahrzeugführerin muss sich nun auf ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis einrichten. Sie steuerte einen 45er-Roller und war nicht im Besitz einer Fahrerlizenz. Sie dachte, dass sie diese aufgrund ihres Alters nicht benötige. Die Frau hätte den 45er-Roller auf 25 Stundenkilometer drosseln und einen Nachweis darüber mitführen müssen.

Zudem wurde festgestellt, dass insbesondere bei jungen Menschen Motocross-Krafträder mit 125 Kubikzentimeter Hubraum derzeit besonders beliebt sind. Trend ist hier, dass die Spiegel entweder mittig auf dem Lenker angebracht werden und somit ein Zurückschauen nahezu unmöglich gemacht wird. Oft wird einer der Spiegel abmontiert, manchmal sogar beide. Dies kann zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führen.

Ebenfalls „in“ ist es, die Kennzeichen in einem unzulässigen Winkel am Motorrad zu montieren. Der Winkel darf 30 Grad nicht überschreiten, sonst gilt das als Ordnungswidrigkeit: Kennzeichenmissbrauch stellt sogar eine Straftat dar. Insbesondere die Eltern der jungen Fahrer, die häufig als Halter der Krafträder eingetragen sind, erinnert die Polizei daran, dass für die technischen Veränderungen auch immer der Halter des Fahrzeugs in Verantwortung genommen wird.

„Ziel der Verkehrssicherheitswoche ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Bevölkerung zu sensibilisieren“, so die Polizei. r




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