weather-image
Keine schnelle Lösung in Sicht

Raser auf Nottbergstraße: Weiter warten

KRANKENHAGEN. Dass in der Nottbergstraße zu schnell gefahren wird, daran zweifelt niemand. Auch in der jüngsten Ratssitzung wurde über das Problem diskutiert. Eines wurde klar: Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Das ist der Grund:

veröffentlicht am 03.12.2018 um 15:21 Uhr
aktualisiert am 03.12.2018 um 18:00 Uhr

In der Nottbergstraße wird regelmäßig zu schnell gefahren. Bis hier eine Lösung gefunden ist, müssen sich die Krankenhäger aber noch gedulden. Foto: mld
Avatar2

Autor

Hans Weimann Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

KRANKENHAGEN. Dass in der Nottbergstraße zu schnell gefahren wird, die Straße ein viel befahrender „Schleichweg“ von der Kernstadt durch das Industriegebiet nach Krankenhagen ist, daran zweifelt niemand. Tempo 30, wie die Schilder anzeigen, ist meist Theorie. Nur wie soll der Verkehr beruhigt werden?

CDU-Ratsherr Heinz-Jürgen Requardt forderte in der Ratssitzung am vergangenen Donnerstagabend als optimale Lösung ein Baumtor mit Aufpflasterung.

Auch deshalb, weil der Ortsrat Rinteln für das Ostertor und der Ortsrat Deckbergen-Schaumburg-Westendorf für zwei Straßen in Schaumburg einen solchen Einbau gefordert hatte. Requardt sah das unter dem Motto, dass alle Ortsteile gleichberechtigt behandelt werden sollten.

Ortsbürgermeister Gerald Sümenicht will sich dagegen zunächst „als Versuch“ mit einer mobilen Lösung zufriedengeben, mit Aufstellern, wie sie zurzeit in der Drift aufgebaut sind.

Die Idee ist, die Baken und Poller aus der Drift in die Nottbergstraße nach Krankenhagen zu holen – wenn die Drift ausgebaut wird. Doch das zieht sich hin. Die Diskussion um die Straßenausbaubeitragssatzung verzögerte die Arbeiten in der Drift praktisch um ein Jahr. Und damit stehen die dortigen Baken „zurzeit noch nicht für andere Zwecke zur Verfügung“, wie die Verwaltung dem Ortsrat mitgeteilt hatte.

Dem Ortsrat riss da der Geduldsfaden: Er forderte in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich, dass die Verwaltung dann eben für die Nottbergstraße neue mobile Sperrelemente anschaffen solle. Geschätzte Kosten: rund 14 000 Euro. Sowohl der Finanzausschuss als auch der Rat entschieden sich dagegen. Die Krankenhäger müssen sich bei der Verkehrsberuhigung also weiter gedulden. Es sollen wie geplant die Poller und Baken aus der Drift verwendet werden. Diesen Umbau gibt es auch nicht zum Nulltarif: 4000 Euro stehen dafür im Haushalt.

Wie Bauamtsleiter Andreas Wendt auf Anfrage mitteilte, sollen im Frühjahr die Arbeiten für die Drift ausgeschrieben werden. Das könnte bedeuten: Bis zum März oder Mai werden die Poller noch in der Drift gebraucht.

Die letzte Verkehrzählung in der Nottbergstraße hat im März 2017 stattgefunden. An der ehemaligen Gärtnerei wurden vom 1. bis 3. März in Fahrtrichtung Krankenhagen insgesamt 1388 Fahrzeuge gezählt. Vom 7. bis 9. März an derselben Stelle in Fahrtrichtung Rinteln 2594 Fahrzeuge.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare