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Gymnasium zur IGS-Planung

Raum für Gemeinsames und Eigenes

RINTELN. Im Zuge der öffentlichen Diskussion um den Neubau der IGS an der Burgfeldsweide hat sich inzwischen noch einmal die Schulgemeinschaft des Gymnasiums Ernestinum zu Wort gemeldet. In einem Schreiben an Bürgermeister Thomas Priemer und Landrat Jörg Farr fasst Schulleiter André Sawade Wünsche und Forderungen von Schulvorstand, Elternrat, Schülervertretung und Personalrat zusammen. Während die Gebäudeplanung als insgesamt gelungen empfunden wird, besteht bei der Außenplanung nach Auffassung der Schule noch Verbesserungsbedarf. Angemahnt wird insbesondere eine großzügigere Freiflächenplanung.

veröffentlicht am 12.06.2018 um 14:52 Uhr

Gymnasiasten auf dem Schulhof: Das Ernestinum wünscht sich großzügige Pausenflächen. Foto: pr
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Karsten Klaus Redakteur zur Autorenseite
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Sawade verweist darauf, dass der Neubau im „ländlichen Raum“ und speziell an einen „privilegierten Standort“ entstehe. Daher sollten den Planungen auch nicht „beengte städtische Verhältnisse“ zugrunde gelegt werden. Daher sehe die Schulgemeinschaft folgende Eckpunkte für weitere Planungen:

Ausweitung des Planungsgebietes nach Nordwesten (Rasenplatz), um Planungsspielräume zu gewinnen.

Verschiebung des geplanten Neubaus um 40 Meter nach Norden.

Überdachte Bushaltestellen und Fahrradstellplätze nah an den Gebäuden für kurze Wege und zur Sicherung der Aufsicht.

Wie bereits berichtet ist der Landkreis inzwischen Rintelner Forderungen und Anregungen entgegengekommen. So wird die erste Forderung der Schule erfüllt, während einer so weiten Verschiebung des Gebäudes eine Absage erteilt wird. Geplant ist derzeit eine Verlegung des Baukörpers um fünf Meter nach Norden, was auch schon 600 Quadratmeter zusätzliche Schulhoffläche bringen soll. Weitere Pausenflächen sollen an anderer Stelle auf dem Gelände geschaffen werden.

Wie der Schulleiter schreibt, tauche der Wunsch nach mehr Raum zwischen den beiden Schulgebäuden in allen Gremien des Gymnasiums Ernestinum als zentrale Forderung auf. Ohne Not würde nach der bisherigen Planung ein „schlauchartiger Schulhof“ entstehen, der zwar „normgerecht, nicht aber attraktiv gestaltbar“ sei. Nach Auffassung der Schülerinnen und Schüler sei mehr Platz für zusätzliche Spielgeräte und Bewegungsbereiche erforderlich.

Das Gymnasium sieht aber auch die Gefahr einer zunehmenden Zahl von Konflikten in den Pausen, wenn „2000 Schülerinnen und Schüler auf einer kleinen zentralen Fläche verdichtet“ würden. Erfahrungsgemäß blieben die Schüler in den Pausen eher an einem zentralen Ort und verteilten sich nicht auf mögliche Ausweichflächen.

Unter dem Strich wünscht man sich im Gymnasium einen „Schulcampus“ mit zwei erkennbar eigenständigen Schulen und einem großzügigen zentralen Platz, der Raum für Gemeinsames, aber auch Eigenes biete.

Ausdrücklich begrüßt wird der Idee, Lehrer, Schüler und Eltern beider Schulen in die Detailplanung der Außenanlagen mit einzubinden. Unterstützt werde von allen Schulgremien ein „zeitnaher Baubeginn“.

Gerade die zügige Planung und Umsetzung ihres neuen Gebäudes ist eine zentrale Forderung der Hildburgschule. Wie berichtet hatte die IGS besonders an die Politik appelliert, Verzögerungen zu vermeiden. Zu sehr litten ihre Schülerinnen und Schüler unter der derzeitigen Raumsituation.

Am heutigen Mittwoch steht das Thema Bauleitplanung wieder auf der Tagesordnung des Verwaltungsausschusses des Stadtrates.




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