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2000 Euro Sachschaden und Geldstrafe

Rentner schubst Einkaufswagen – der prallt gegen Auto

RINTELN. Ein Zwischenfall mit einem Einkaufswagen auf einem Parkplatz in Krankenhagen hat für einen Rentner nun ein teures Nachspiel: Amtsrichter Ulf Kranitz verurteilte den 66-Jährigen wegen Sachbeschädigung und verhängte eine Gesamtgeldstrafe in Höhe von 2300 Euro.

veröffentlicht am 08.02.2019 um 15:59 Uhr

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RINTELN. Im Juli hatte der Angeklagte seinen Einkaufswagen mit Wucht gegen eine Hauswand geschoben, der Wagen prallte zurück und stieß an die Beifahrerseite eines geparkten Autos. Dabei soll ein Schaden von rund 2000 Euro entstanden sein. In das jetzige Urteil wegen Sachbeschädigung wurde eine weitere Entscheidung einbezogen: Vor fünf Monaten quittierte das Amtsgericht Lemgo eine „Schwarzfahrt“ des Rentners mit 90 Tagessätzen, weil der Mann mit dem Zug von Hameln nach Hannover ohne gültigen Fahrausweis unterwegs war. Aus beiden Taten bildete Kranitz nun eine Gesamtgeldstrafe von 2300 Euro, knapp vier Monatseinkommen für den 66-Jährigen.

An einem heißen Tag im Juli kaufte der Angeklagte mit einer Bekannten in einem Warenhaus ein. Nach dem Einladen wollte er den Einkaufswagen wieder abstellen. Weil der Mann „fix und fertig von der Hitze“ war, stellte er den Einkaufswagen nicht an dem dafür vorgesehenen Platz ab, sondern 25 Meter davon entfernt. Dabei schob er nach Aussage eines Zeugen den Wagen mutwillig mit derartiger Wucht in eine Ecke, dass er zurückprallte und mit Schrittgeschwindigkeit gegen ein etwa zwei Meter entferntes Auto stieß. Der Zeuge, der den Vorfall aus einer angrenzenden Pizzeria beobachtet hatte, schilderte weiter, dass der Angeklagte das Geschehen auch bemerkt hatte. Er habe aber nichts unternommen, um das Rollen des Einkaufswagens zu verhindern. Dagegen bestritt der Rentner im Wesentlichen den Vorwurf und gab sinngemäß an, er habe den Einkaufswagen normal an die Seite gestellt. maf




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