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Nach acht Jahren Wartezeit

Rinteln bekommt 220 000 Euro Förderung für neues Dorfzentrum

RINTELN/STRÜCKEN. Es war ein Weg, der sich über acht Jahre erstreckte, jetzt aber sein Happy End gefunden hat: Am heutigen Donnerstag hat Rinteln einen Förderbescheid in Höhe von über 220 000 Euro bekommen. Das Geld wird in die Sanierung des Dorfgemeinschaftshaus Strücken fließen – als neues Zentrum des Ortes:

veröffentlicht am 03.06.2021 um 16:01 Uhr
aktualisiert am 03.06.2021 um 22:40 Uhr

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Redakteurin / Online zur Autorenseite

RNTELN/STRÜCKEN. „Heute war ein sehr guter Tag für Rinteln und für Strücken“: Besser als der stellvertretende Bürgermeister und Stadtjurist Joachim Steinbeck hätte man die Freude im Rintelner Rathaus am Donnerstag nicht ausdrücken können. Denn heute hat Rinteln einen Förderbescheid in Höhe von über 220 000 Euro überreicht bekommen. Acht Jahre voller Anträge, Warten und Hoffen gehen damit einem glücklichen Ausgang entgegen.

In einer kleinen digitalen Feierstunde hat Dinah Stollwerck-Bauer, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, hat den Förderbescheid gestern an Rinteln übergeben. Wie berichtet, fließt das Geld im Rahmen der Dorfentwicklung „Rintelner Staatsforst“ in die Sanierung des Dorfgemeinschaftshaus Strücken, das aus den 50er-Jahren stammt. Die Maßnahme wird insgesamt rund 350 000 Euro kosten, so Uwe Sievert von der Stadt Rinteln, der die Antragstellung maßgeblich betreut hat. So werden die Fassade sowie der komplette Eingangsbereich neu gestaltet, der Versammlungssaal modernisiert, eine Behindertentoilette eingerichtet, das Dach energetisch saniert und die Außenanlagen erneuert. Entstehen soll – zusammen mit dem im vergangenen Jahr fertiggestellten neuen Feuerwehrgerätehaus – ein neuer Mittelpunkt für die 450 Einwohner des Ortes sowie für Touristen und Tagesgäste.

„Es ist ein Tag, wie man ihn als Ortsbürgermeister nur selten erlebt“, drückte Ortsbürgermeister Achim Heger seine Freude über die Entwicklungen in Strücken aus. Im Jahr 2013 sei die Maßnahmen quasi auf den letzten Drücker noch in das Förderprogramm aufgenommen worden, und seitdem war es „ein langer Weg“, der viel Arbeit, Herzblut und Geduld von allen Beteiligten abverlangt habe. Doch dieser lange Atem hat sich bezahlt gemacht – obwohl manch einer schon den Glauben daran verloren hatte, dass die Entwicklungsmaßnahme tatsächlich Fördergelder bekommen würde, erinnert sich Heger.

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Das Dorfgemeinschaftshaus Strücken kann jetzt durch die Fördergelder endlich modernisiert und saniert werden. Foto: Archiv/tol

Seit 2017 können auch Privatpersonen Sanierungsmaßnahmen im Rahmen des Rintelner Staatsforst einreichen, immer zum 15. September eines Jahres, erinnerte Hans-Georg Koesling vom Ingenieurbüro „Forum K“, der die Antragstellung in Rinteln unterstütze.

Drei weitere Förderbescheide ergingen an den Flecken Ottenstein im Landkreis Holzminden. Hier wird unter anderem ein neues „Seniorenquartier“ unterstützt. Bescheide in Höhe von insgesamt 547 100 Euro für die Dorfentwicklung übergab das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser damit. Darin steckten auch EU-Mittel, erklärte Dinah Stollwerck-Bauer, daran solle man sich erinnern. Auch wenn die EU manchmal als kompliziert und weit entfernt angesehen werden; mit solchen Maßnahmen rücke die Europäische Union direkt ins Dorfzentrum.

Des Weiteren appellierte Stollwerck-Bauer an die Einwohner, ihre Ortschaften und das Vereinsleben lebendig zu halten. In Strücken funktioniert das: Demnächst soll eine Kinderfeuerwehr gegründet werden – das Dorf soll auch für die künftigen Generationen lebendig bleiben.




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