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Nabu, Imkerverein und Stadt wollen Bürger motivieren, die Stadt insektenfreundlich zu machen

Rinteln blüht auf: Initiative will Stadt insektenfreundlich machen

RINTELN. „Ohne die Landwirte geht gar nichts“, erklärt Maria Rollinger. Aber auch jeder Bürger könne ganz einfach tätig werden, um RInteln nicht nur zu einem wunderschönen, sondern auch insektenfreundlichen Ort an der Weser zu machen. Das neue Mitmach-Projekt des Nabu, des Imkervereins unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Thomas Priemer, will alle Bürger erreichen.

veröffentlicht am 16.06.2019 um 17:45 Uhr
aktualisiert am 16.06.2019 um 20:10 Uhr

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Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

RINTELN. „Ohne die Landwirte geht gar nichts“, erklärt Maria Rollinger. Aber auch jeder Bürger könne ganz einfach tätig werden, um Rinteln nicht nur zu einem wunderschönen, sondern auch insektenfreundlichen Ort an der Weser zu machen. Das neue Mitmach-Projekt des Naturschutzbundes (Nabu) und des Imkervereins unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Thomas Priemer will alle Bürger erreichen.

Aber auch die Stadtverwaltung sei durchaus lernwillig, sagt Priemer. Vom Nabu habe der Bauhof viel gelernt. „Und mit ihrer überzeugenden und charmanten Art ist Maria Rollinger genau die Richtige für dieses Projekt.“

Was aber ist das Ziel? Mehr private und kommunale Gärten und Flächen sollen sich in den Sommermonaten in bunt blühende Wiesen verwandeln, auf denen sich die heimische Flora ebenso wohlfühlt wie Bienen, Hummeln und andere fürs Ökosystem wichtige Insekten. Doch auch jeder Bürger soll die Natur stärker zum Blühen bringen als bislang – egal, ob im eigenen Blumenkasten oder im eigenen Garten. Dafür verteilt der Nabu beim Bauernmarkt am Sonntag heimische Saatmischungen. „Einfach Geduld haben“, gibt Rollinger als Anleitung mit auf den Weg.

Maria Rollinger und Thomas Priemer enthüllen die neue Stele.

Außerdem soll das Projekt beispielhafte Projekte an die Öffentlichkeit bringen – ähnlich wie die SZ/LZ-Serie „Mehr Natur – mehr Vielfalt“. Dafür wurde von Sebastian Handl eine Homepage programmiert, die unter der Adresse www.hierbluehteuchwas.de zu finden ist.

Dort werden beispielhafte Gärten, Firmen sowie Landwirte aufgezählt. Darunter fällt auch der 1000 Quadratmeter große Garten von Carmen und Sebastian Handl in Steinbergen. „Die Natur hat die Regie“, erklärt Carmen Handl ihre Handlungsmaxime, die in Abstimmung mit dem Naturschutzbund erarbeitet wurde.

Solche Projekte sollen durch von der Stadt gesponserte Stelen in der Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden. Zusammen mit Maria Rollinger enthüllte Bürgermeister Thomas Priemer eine Beispielstele beim Bauernmarkt. Eine Hinweistafel erläutert dem geneigten Spaziergänger Sinn und Zweck des Projekts sowie der vor ihm liegenden Blumenwiese. „Das soll künftig ständig Programm sein“, wünscht sich Rollinger.

Mit gutem Beispiel vorangegangen ist der Landwirt Björn Giese. Er hat eine Fläche in Exten zur Verfügung gestellt, die mit heimischen Wildblumen bereits im zweiten Jahr insektenfreundlich aufgestellt ist. Er erklärt, dass vielen Landwirten eine naturverbundene Arbeit wichtig ist. „Es kommt allerdings auch auf die Betriebsgröße an“, so Giese. Es gebe sehr industriell arbeitende Großbetriebe, aber auch eher bäuerlich geprägte Bauern in Rinteln. „Ohne die Landwirte geht es auf jeden Fall nicht“, sagt Rollinger. „Die müssen das Land zur Verfügung stellen.“ Deswegen sei es sehr wichtig, alle mit ins Boot zu holen.




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