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Ab 1. April 2019 könnte Rinteln in Großraumtarif Hannover aufgenommen werden

Rinteln soll ab 1. April Teil des GVH-Tarifs sein

RINTELN. Was als Silberstreif am Horizont begann, wird langsam zum Sonnenaufgang: Seit Jahren fordert die Weserstadt eine Anbindung an den Großraumtarif Hannover. Dieser soll ab dem 1. April 2019 zumindest für Pendler Realität werden. Sie könnten dann die günstigen Wochen- und Monatstickets des Großraumtarifs beziehen, und über Hameln in die Landeshauptstadt pendeln. Noch fehlen aber einige Beschlüsse.

veröffentlicht am 28.11.2018 um 16:35 Uhr
aktualisiert am 28.11.2018 um 19:50 Uhr

Ab April 2019 sind Pendler vom Bahnhof Rinteln möglicherweise mit dem günstigen GVH-Tarif unterwegs. Foto: tol
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Jakob Gokl Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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RINTELN. Was als Silberstreif am Horizont begonnen hat, wird langsam zum Sonnenaufgang: Seit Jahren fordert die Weserstadt eine Anbindung an den Großraumtarif Hannover. Dieser soll ab dem 1. April 2019 zumindest für Pendler Realität werden. Diese könnten dann die günstigen Wochen- und Monatstickets des Großraumtarifs beziehen – und über Hameln in die Landeshauptstadt pendeln.

Die Regelung würde außerdem auch für Stolzenau und Eystrup im Nachbarlandkreis Nienburg gelten.

Der Plan, auch die Einzeltickets vergünstigt über den Großraumtarif anzubieten, sei zwar nicht gestorben, aber vorerst auf Eis gelegt, bestätigt Ulf Mattern, Geschäftsführer des Großraumverkehrs Hannover auf Anfrage dieser Zeitung.

Noch fehlen zwar die Beschlüsse der beteiligten Gremien aus Schaumburg, Nienburg und Hannover, aber der politische Wille scheint vorhanden. Landkreissprecher Klaus Heimann verweist auf Anfrage allerdings ebenfalls darauf, dass noch nichts fix sei. Zu oft habe man in der Vergangenheit zurückrudern müssen.

Zunächst geht es noch ums Geld. Da die Tickets für die Bahnfahrer günstiger werden, entgehen den Verkehrsbetrieben Einnahmen. Diese müssen die beiden Landkreise und die Region Hannover tragen. Allerdings handelt es sich nicht um Unsummen, ein Entwurf des Vertrags liegt dem Landkreis bereits vor. Es handele sich um 2000 bis 3000 Euro im Jahr, sagt Heimann. Er gehe zwar davon aus, dass die Kosten perspektivisch deutlich steigen könnten – sie hängen an der Anzahl der Zeitkartenbesitzer, „aber die Summe ist wirklich nicht gewaltig“.

Noch laufen Gespräche mit der Landesnahverkehrsgesellschaft, sollte der Vertragsentwurf aber Bestand haben, dann werde der Landkreis sofort zuschlagen.

Freude herrscht auch bei Bürgermeister Thomas Priemer. „Was lange währt, wird endlich gut“, lautete der erste Kommentar.

Auf einem anderen Blatt Papier steht jedoch die Aufnahme der Einzeltickets. Dabei dreht es sich nicht nur um viel mehr Geld – nach Informationen dieser Zeitung sechsstellige Summen –, sondern es sitzen auch dutzende Gesprächspartner mit am Verhandlungstisch.

Seit Jahren wähnt sich der Landkreis kurz vor dem Durchbruch – nur, um dann immer wieder zurückrudern zu müssen. Daher sei es jetzt zwar ein Etappensieg, dass alle Schaumburger Bahnhöfe zumindest die günstigeren Zeitkarten beziehen könnten, aber umso zielgerichteter werde jetzt auch eine Lösung bei den Einzelfahrkarten angestrebt, so Kreissprecher Heimann.




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