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Hans Martin Wollenberg wiedergewählt

Rintelner als Vorsitzender des Marburger Bundes Niedersachsen bestätigt

RINTELN/HANNOVER. Bessere Arbeitsbedingungen für das Klinikpersonal fordert der Erste Vorsitzende des Marburger Bundes Niedersachsen, Hans Martin Wollenberg. Der Psychiater aus Rinteln ist außerdem als Erster Vorsitzender des Ärzteverbandes wiedergewählt worden:

veröffentlicht am 08.05.2021 um 00:00 Uhr

RINTELN/HANNOVER. Bessere Arbeitsbedingungen für das Klinikpersonal fordert der Erste Vorsitzende des Marburger Bundes Niedersachsen, Hans Martin Wollenberg. Im Rahmen der Hauptversammlung der Ärztegewerkschaft am 28. April zeigte sich Wollenberg alarmiert, dass ein Drittel der Intensivpflegekräfte und knapp ein Fünftel der ärztlichen Kollegen auf Intensivstationen überlegten, ihre Tätigkeit aufzugeben.

„Die Arbeitsbelastung in den Klinken hat durch die Pandemie nochmals zugenommen. Wir erwarten von der Landesregierung entschlossene, klare und schnelle Schritte, um die Beschäftigten in den Kliniken endlich zu entlasten“, so Wollenberg. Und weiter: „Die Pandemie hat schmerzhaft unterstrichen: Ohne Ärztinnen und Ärzte und ohne Pflegekräfte läuft keine medizinische Versorgung. Hier kann und darf nicht mehr gespart werden. Hier muss ausgebildet werden. Das gilt für die Pflege und für den ärztlichen Dienst.“

Im weiteren Verlauf der Online-Sitzung entschieden die Mediziner turnusgemäß über die Führungsspitze des Verbandes: Im Amt des Ersten Vorsitzenden bestätigten sie Hans Martin Wollenberg mit 94,64 Prozent der gültig abgegebenen Stimmen. Für den Psychiater aus Rinteln ist es seit 2015 die vierte Amtszeit. Der Notfallmediziner Andreas Hammerschmidt aus Hannover wurde mit 94,55 Prozent der gültig abgegebenen Stimmen als Zweiter Vorsitzender wiedergewählt.

Als Beisitzer im Landesvorstand bestätigten die Delegierten Johanna Grimme (Neustadt am Rübenberge), Anke Hillebrecht (Göttingen), Kai Johanning (Hannover), Gerd Kappelmann (Hannover) und Stefan Preuße (Göttingen). Die Legislaturperiode des Leitungsgremiums umfasst zwei Jahre. Die Hauptversammlung wählte auch die Tarifkommission des Landesverbandes neu.

Andreas Hammerschmidt, Zweiter Vorsitzender, appellierte: „Wir brauchen für alle niedersächsischen Kliniken eine angemessene Personalreserve. Die medizinischen Fakultäten in Göttingen, Hannover und Oldenburg müssen zudem umfassend finanziell gestärkt werden.“

Der Marburger Bund ist der Verband aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte mit mehr als 127 000 Mitgliedern. red




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