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„Pothole Rodeo“ führt über Balkan

Rintelner Freunde fahren Rallye und sammeln Spenden

RINTELN. Zehn Tage, elf Länder, 4000 Kilometer: Die Rallye „Pothole Rodeo“ beginnt in Österreich, endet in Kroatien und führt quer über den Balkan. Sechs junge Rintelner werden im Juli wieder mit von der Partie sein. Sie wollen dabei Spenden für die Deutsche Krebshilfe sammeln – und suchen noch Sponsoren:

veröffentlicht am 04.06.2019 um 15:33 Uhr
aktualisiert am 04.06.2019 um 18:30 Uhr

Die Autos, die am „Pothole Rodeo“ im Juli teilnehmen, müssen älter als 20 Jahre alt sein und dürfen nicht mehr als 500 Euro kosten. Foto: pr.
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Marieluise Denecke Redakteurin / Online zur Autorenseite

RINTELN. Zehn Tage, elf Länder, 4000 Kilometer: Was wie eine irre Tour klingt, ist es auch – und zwar für Martin Lehmeier und seine fünf Freunde aus Rinteln bereits die fünfte seiner Art. Der „Pothole Rodeo“ führt Autofans einmal im Jahr mitten im Sommer quer durch den Balkan. Begonnen wird im österreichischen Graz, zehn Tage später ist Zieleinlauf in Zadar in Kroatien. Dazwischen führt die Tour über Ungarn, Rumänien (hier mitten durch die Karpaten) und Bulgarien (bis ans Schwarze Meer), durch Griechenland, Albanien, Mazedonien, das Kosovo, Montenegro und Bosnien-Herzegovina.

Mehr als 300 Fahrerteams haben sich für die diesjährige Ausgabe angemeldet. Der Clou: Die Rallye darf nur mit Autos gefahren werden, die mindestens 20 Jahre alt sind und die maximal 500 Euro gekostet haben. Die Teilnehmer kaufen die Schrottautos selbst auf und rüsten sie in eigener Hände Arbeit hoch und statten sie aus. „Am besten mit Teilen, die man unterwegs auch wieder ersetzen kann“, erzählt Lehmeier lachend. Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ein Teil kaputtgeht oder abgerissen wird und mitten in der kroatischen oder albanischen Pampa ersetzt werden muss.

Im vergangenen Jahr hat Lehmeier gemeinsam mit seinen Teamkollegen Martin Neubauer, Jennifer Schulze, Jens Höfig, Hendrik Feige und Ansgar Sasse die Tour mit alten Audis 80 gemeistert, in diesem Jahr sind sie mit BMWs unterwegs. Hoffentlich läuft es besser als beim vorigen Mal: Da musste ein abgerissener Auspuff kilometerweit mitgeschleppt werden. Aber ins Ziel gekommen ist die Gruppe so oder so.

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Das Team „Schrottracing“ mit Martin Lehmeier, Martin Neubauer, Jennifer Schulze, Jens Höfig, Hendrik Feige und Ansgar Sasse stammt aus Rinteln und will mit alten BMWs im Juli quer durch den Balkan fahren. Foto: pr.

Doch diesmal sollen für die sechs Freunde, die alle aus Rinteln kommen und zwischen 26 und 32 Jahre alt sind, nicht allein die Herausforderung der unwirtlichen Strecke und der Fahrspaß im Vordergrund stehen. In diesem Jahr will das Team „Schrottracing“, wie es sich selbst genannt hat, für einen guten Zweck fahren, nämlich für die Stiftung Deutsche Krebshilfe. „Das entsprechende Spendenkonto ist schon eingerichtet“, berichtet Lehmeier, und eine Facebook-Seite mit weiteren Infos zum Vorhaben gebe es auch schon.

Denn: Das Team ist noch auf der Suche nach Sponsoren, erzählt Lehmeier. Das Logo der Sponsoren will das Team auf seine drei Autos kleben. Um mehr Aufmerksamkeit für diese Rallye für den guten Zweck zu bekommen, wollen die sechs Rintelner auch beim Felgenfest am 16. Juni Werbung für ihre Sache in der Innenstadt machen, unter anderem mit einer großen Infotafel. Die Zeit drängt ein wenig: Die Tour beginnt am 12. Juli.




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