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Grundschule Unter der Schaumburg

Schach-AG spielt sich bei Deutschen Meisterschaften auf Rang 39

DECKBERGEN. Das Sommermärchen hat für die Schach-AG der Grundschule Unter der Schaumburg mehr als glücklich geendet: Unter 76 Mannschaften hat sich die Deckberger Mannschaft auf Platz 39 gespielt. Am Montagmorgen ist die Mannschaft an der Schule gefeiert worden – und an der Schule geht das Schachspielen gleich weiter:

veröffentlicht am 03.06.2019 um 16:48 Uhr
aktualisiert am 03.06.2019 um 17:50 Uhr

Freuen sich über den großen Erfolg: Jörg Becker (v. l.) mit Bastian Grosser, Mika Steinmann, Mailo Klee-Wolfram, Phil Zerbst, Berzem Bayraktar, Mika Thiedig und Florian Schuba. Foto: pr.
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Marieluise Denecke Redakteurin / Online zur Autorenseite
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DECKBERGEN. Das Sommermärchen hat für die Schach-AG der Grundschule Unter der Schaumburg mehr als glücklich geendet: Unter insgesamt 76 Mannschaften hat sich die Deckberger Mannschaft auf Platz 39 gespielt. „Gehofft hatten wir auf Rang 60“, erklärt AG-Leiter Florian Schuba den Stellenwert der Platzierung.

Für die sechs Schülerinnen und Schüler kommt der Auftritt bei der dreitägigen Deutschen Schachmeisterschaft der Grundschulen im thüringischen Friedrichsroda einem Marathon gleich. Allein am vergangenen Montag, dem ersten Turniertag, spielte die Mannschaft den ganzen Tag lang, von 9 bis knapp 17 Uhr. Dazwischen gab es immer wieder Pausen für die Kinder, in denen sie sich erholen, sich austoben oder Strategien besprechen konnten. Auch war genügend Zeit für Minigolf oder Waldwanderungen. „Das Turnier war super organisiert“, zeigt sich Schuba zufrieden.

Für ihn als Betreuer sowie für die begleitende Lehrkraft Jennifer Löffler bedeuteten die Schachrunden mindestens ebenso große Anspannung wie für die Schüler: Bei den Spielrunden war nur Betreuer Jörg Becker vom Schachklub Rinteln im großen Turnierraum erlaubt, Schuba und Löffler hingegen mussten draußen warten. Außerdem herrschte Handyverbot, mal eben eine kurze Statusmeldung per Whatsapp durchgeben – das war also auch nicht drin. „Das war die Hölle“, erinnert sich Schuba lachend.

Am Montagnachmittag dann die erste Erfolgsbilanz: vier Spiele gewonnen, drei verloren, zwei unentschieden. Letztlich wurde jedes Schachspiel einzeln gewertet und so die Gesamtpunktzahl der einzelnen Schulen ermittelt. Ein am Mittwoch verlorenes Spiel kostete die Deckberger Mannschaft insgesamt elf Plätze in der Rangliste.

Das gesamte Team zeigt sich mit dem 39. Platz aber mehr als zufrieden: „Unsere Reise ist perfekt zu Ende gegangen“, fasst es Schuba zusammen. Für eine Mannschaft, die im Gegensatz zur Konkurrenz vorab an keinen Turnieren teilgenommen hatte, ist die Gesamtleistung umso außergewöhnlicher.

Gekrönt wurde das Deckberger Sommermärchen mit einer kleinen Siegesfeier inklusive Urkunden, Pokal und viel Applaus in der Grundschule am Montagmorgen. Nach dieser Feierstunde meldeten sich gleich mehrere Schüler bei Schuba: Sie wollten auch lernen, Schach zu spielen. Und so geht es schon am Dienstag weiter am Karl-Büthe-Platz: Jetzt beginnt dort der Anfänger-Schachkurs.

Ab Sommer soll es wieder zwei Schach-AGs in Deckbergen geben, wieder geleitet von Schuba, erneut unterstützt von Becker. „Ohne ihn wären wir nicht so weit gekommen“, sagt Schuba. Er opfere Urlaubstage, Mittagspausen und Freizeit, um die AG zu unterstützen. Die sechs Schüler hatten daher auf eigene Faust ein Geschenk für ihn vorbereitet, einen Gutschein und eine Karte, mit der sie Becker dankten. Auch bei den Sponsoren bedankten sich die Kinder mit Postkarten aus Friedrichsroda. 14 Sponsoren – Unternehmen wie Privatleute – hatten die Reise erst möglich gemacht. Ebenso, sagt Schuba, sei der Erfolg der AG ohne die Zustimmung von Schulleiterin Claudia Buschke und ohne die der Eltern nicht möglich gewesen.

Die Erfolgsmannschaft wird sich nun jedoch ein Stück weit auflösen: Beinahe alle der sechs Spieler werden nach den Sommerferien auf weiterführende Schulen gehen. Schuba hofft aber sehr, dass sie weiterspielen werden: „Das sind große Talente.“ Doch die Schüler hätten schon zugesichert, dass sie entweder dem Schachklub oder der Schach-AG des Gymnasiums Ernestinum beitreten wollten.

Ob die Grundschule Unter der Schaumburg an den großen Erfolg von Bastian Grosser, Berzem Bayraktar, Mika Thiedig, Phil Zerbst, Mika Steinmann und Mailo Klee-Wolfram anknüpfen können wird? „Es wird schwer“, mutmaßt Schuba, „denn die sechs Schüler haben großes Talent und waren gut aufeinander eingestellt.“ Doch unmöglich sei es nicht.




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