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Unser Wetterfrosch „Zaki“ blickt auf die Lage im März

Schaumburg: Die Wetterlage im März kippt

RINTELN/LANDKREIS. Ab Donnerstag bekommt der Vorfrühling einen Dämpfer. Eine durchziehende Kaltfront lässt die Temperaturen deutlich sinken. Außer dichten Wolken bringt sie in der Nacht zum Freitag vielleicht etwas Regen oder Schneeregen. In der einströmenden Polarluft schaffen die Temperaturen maximal sieben Grad, in der Nacht bis minus vier Grad. Nach frostigen Nächten erwarten wir bis zum Sonntag vier bis sechs Grad. Dazu bleibt es trocken.

veröffentlicht am 03.03.2021 um 16:24 Uhr
aktualisiert am 03.03.2021 um 18:50 Uhr

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Reporter

Während sich Freitag und Sonnabend von der freundlichen Seite zeigen, dominieren am Sonntag dichte Wolken. Die neue Woche startet trocken, freundlich und etwas milder. Doch im Verlauf breiten sich aus Westen Tiefdruckgebiete mit milderer Luft aus. Sie bringen teils kräftige Regengüsse, die die Pollenallergiker aufatmen lassen. Gleichzeitig frischt der Wind deutlich auf. Selbst Sturmböen sind in der zweiten Wochenhälfte nicht ausgeschlossen. Wie es danach weitergeht ist aus heutiger Sicht noch offen.

Februar extrem: Hochwinter und Frühling in Einem. Zunächst sorgte eine scharfe Luftmassengrenze über dem nördlichen Mittelgebirgsraum im Schaumburger Land am 7. und 8. Februar für jede Menge Neuschnee. Verbreitet kamen rund 30 Zentimeter zusammen. Dabei türmte ein stürmischer Ostwind gebietsweise enorme Verwehungen auf, die zu chaotischen Straßenverhältnissen führten. Nach Abzug der Schneefront machte sich eisige Polarluft aus Nordosten bei uns breit. Sie sorgte tagelang für strahlendes, aber auch klirrend kaltes Winterwetter. Während es tagsüber bei leichtem bis mäßigen Dauerfrost blieb, sackte das Quecksilber auf strenge minus 15 Grad und darunter ab, am 13. Februar örtlich sogar auf sehr strenge minus 20 Grad. Doch dann kam die große Wende. Frühlingsluft aus Nordafrika leitete mit einem Temperatursprung von fast 40 Grad in nur acht Tagen eine in ihrer Breite und Höhe für Februar historische Wärmewelle ein. In Bückeburg stieg das Thermometer an fünf Tagen hintereinander (21. bis 25. Februar) auf über 17 Grad. Dabei wurde am 24. Februar mit 19,2°C die erst zwei Jahr alte Monats-Bestmarke (18,4°C/27. Februar 2019) deutlich getoppt. Zur Einordnung: Im Juli hätten diese Temperaturen Höchstwerte von 35 bis 40 Grad bedeutet!

Der meteorologische Winter (1. Dezember bis 28. Februar) hatte viel Durchschnittskost zu bieten. Leider fiel der Niederschlag erneut ziemlich dürftig aus, sodass die tiefgründige Trockenheit nur oberflächlich gelindert werden konnte.

Der Winter 2020/2021 im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010): Mitteltemperatur 3,4°C (Abw. +1,1°C); Niederschlag: 137 mm (81% v. Soll); Sonne: 158 Std. (101% v. Soll)




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