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WGS bringt Thema in Stadtrat und Kreistag

Schaumburgs Schulen: Sind Lüftungsanlagen gut genug?

RINTELN. Die WGS wirft in aktuellen Anträgen an die Stadt Rinteln und den Landkreis Schaumburg die Fragen auf, ob die Lüftungsanlagen der Schaumburger Schulen ausreichend sind - gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Stadt und Kreistag sollen die Schulen ausrüsten und dafür Geld in die Hand nehmen:

veröffentlicht am 26.11.2020 um 17:50 Uhr

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Redakteurin / Online zur Autorenseite

RINTELN. Die WGS wirft in aktuellen Anträgen an die Stadt Rinteln und den Landkreis Schaumburg die Fragen auf, ob die Lüftungsanlagen der Schaumburger Schulen sowie der derzeit neu entstehenden IGS in Rinteln ausreichend sind.

Die Partei beantragt hierzu, dass die Stadt Rinteln 80 000 Euro in den Haushalt des kommenden Jahres und der Landkreis Schaumburg 300 000 Euro in den Haushalt 2021 einstellen sollen für die „Planung und Realisierung von Belüftungsanlagen der Schulen“.

Für den Landkreis Schaumburg beantragt der Antragsteller Heinrich Sasse von der WGS, die aktuelle Errichtung der Rintelner IGS dahingehend zu überprüfen, ob die Baupläne noch zum Einbau der Lüftungsanlage geändert werden können. Oder, ob in die Baupläne zumindest notwendige Vorarbeiten wie etwa Lüftungsschächte noch integrierbar seien.

Sowohl für den Kreistag als auch für den Stadtrat Rinteln beantragt die WGS, das Thema „Lüftungskonzepte für Bildungseinrichtungen in kommunaler Trägerschaft“ in die Tagesordnung der nächsten Sitzungen aufzunehmen, beantragt, dass die Verwaltung entsprechende Lösungsansätze entwickeln und der jeweiligen Vertretung vorstellen solle.

Zur Begründung schreiben die Rintelner Ratsherren Heinrich Sasse – der auch im Schaumburger Kreistag sitzt – und Gert Armin Neuhäuser , dass die anhaltende Covid-19-Pandemie sowohl den Landkreis Schaumburg (als Schulträger der weiterführenden Schulen) sowie auch die Stadt Rinteln (als Trägerin der Grundschulen und der städtischen Kindertagesstätten) zwinge, die vom Robert-Koch-Institut gegebenen Empfehlungen in bauliche Konzepte umzusetzen. Ein Hauptaspekt der Prävention in Bezug auf eine Virusinfektion sei in geschlossenen Räumen das möglichst regelmäßige und vollständige Belüften.

Die älteren Schulgebäude in Schaumburg würden diesen Anforderungen naturgemäß nicht entsprechen. „Aber auch etwa der Neubau der integrierten Gesamtschule an der Burgfeldsweide in Rinteln sieht eine komplette Lüftungsanlage im Baukonzept nicht vor. Es ist darauf hinzuweisen, dass die WGS im Bauausschuss des Kreistages eine solche Lüftungsanlage schon vor mehr als einem Jahr beantragt hat, ohne dass dem Antrag eine Mehrheit beschieden war“, heißt es im WGS-Antrag.

Sowohl Landkreis Schaumburg als auch Stadt Rinteln müssen laut WGS Konzepte entwickeln und umsetzen, um über ein permanentes Belüfteten der Schulen in der jeweiligen Trägerschaft einen Beitrag zur Prävention zu leisten. Es handele sich hierbei nicht um eine bloße Annehmlichkeit oder einen Luxus, sondern um eine medizinisch indizierte Notwendigkeit, die einen geregelten Schulbetrieb überhaupt erst wieder möglich machen soll. r




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