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Theaterstück zur Verständigung

Schauspieler Christian Schaefer spielt „Der komische Alte“

RINTELN/SLAWNO. Sprache trennt, Literatur verbindet: Nach diesem Motto hat Rintelns Verein für Städtepartnerschaften nun eine Theateraktion ins Leben gerufen. Am Montag, 1. Juli, 19 Uhr, in der Aula der IGS am Ostertor wird Schauspieler Christian Schaefer „Der komische Alte“ spielen. Auch Rintelns Schulen sind involviert:

veröffentlicht am 11.06.2019 um 12:12 Uhr
aktualisiert am 11.06.2019 um 18:00 Uhr

Christian Schaefer will als komischer Alter das Publikum in seiner ehemaligen Heimat überzeugen. Foto: pr.

RINTELN/SLAWNO. Sprache trennt, Literatur verbindet, hiermit eine Brücke der Völkerverständigung nach Polen zu bauen, ist das Ziel einer Theateraktion des Rintelner Vereins für Städtepartnerschaften.

„Menschen beiderseits von Grenzen haben ähnliche Schwächen, Stärken, Vorurteile und guten Willen gemeinsam“, erklärt Dietrich Lange, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins. „Das soll mit einem Theaterabend deutlich werden, den wir als Beitrag zur 1992 gegründeten Städtepartnerschaft mit Slawno der Stadt Rinteln und ihren Kulturinteressierten schenken wollen.“ Beginn ist am Montag, 1. Juli, 19 Uhr, in der Aula der IGS am Ostertor (ehemals Hauptschule). Der Eintritt ist frei, alle Interessenten sind willkommen. Reservierungen sind nicht möglich.

„Der komische Alte“ heißt der szenische Monolog von zweimal 40 Minuten mit Pause. Geschrieben vom 2014 verstorbenen Erfolgsautor Tadeusz Rózewicz, wird das Stück aufgeführt von dem aus Rinteln stammenden Profi-Schauspieler Christian Schaefer, der heute in Auhagen im Nordkreis wohnt. Dieses bereits an anderen Orten im Landkreis erfolgreich aufgeführte Stück ist in Rinteln in einen besonderen Rahmen eingebunden.

Eine Meisterleistung als Solist: Profi-Schauspieler Christian Schaefer in „Der komische Alte“. Foto: pr

„Tagsüber wird Schaefer mit etwa 40 Schülern aus den Theater-AGs des Gymnasiums Ernestinum und der IGS Hildburgschule einen Workshop machen, um seine Kenntnisse und Erfahrungen an die Jungschauspieler weiterzugeben“, so Lange. „So profitiert auch die junge Generation, was wichtig für die Zukunft der Städtepartnerschaften ist.“

Schaefer wird bei der Aufführung nur musikalisch unterstützt: Carsten Klatte ist an der Gitarre mit dabei, Nikolaus Diekhoff am Cello. Zudem werden Lennart Reinecke und Philipp Mellinghoff aus dem 11. Jahrgang und der Bigband des Gymnasiums Ernestinum Trompete spielen.

Die Vorstellung dauert in etwa 80 Minuten. Nach gut 40 Minuten wird es eine Pause von 15 bis 20 Minuten geben, in der der Partnerschaftsverein kostenlos Erfrischungsgetränke anbietet.

Warum Schaefer, dieses Stück als Eigenproduktion ausgewählt hat, hat er einmal selber erklärt: „Der Autor wurde mir von dem Philosophen Klaus Greiner nahegebracht. Ich las das Stück und dachte darüber nach. Es ist eine für mich bis heute spannende Arbeit, hinter die Figur zu steigen und auszuloten, wieso es ihm so ergeht und warum er das macht … reden. Rede als Beichte, als Geständnis. Ist da jemand sicher, dass er aufgrund eines geringen Vergehens nicht schwer belangt werden dürfte und legt deshalb los? Oder redet er sich aus Angst um Kopf und Kragen? Diese Fragen stellen sich allabendlich neu.“ Zum Inhalt: Der Autor Rózewicz hat allein seinem komischen Alten das Rederecht überlassen. Und man blickt und lauscht in eine unheimliche Seele, die von Sehnsüchten und Erlebnissen geprägt wurde und von Reinheit und Schönheit, von Naivität zeugt wie von Angst, Gewalt und dunklen Begierden.

Schaefer abschließend: „In diesem Monolog des berühmten polnischen Dichters Tadeusz Rózewicz müssen die Zuschauer herausfinden, was wahr ist und was Ausrede.“ „Und jeder wird etwas anderes aus dem Stück mitnehmen“, verrät Lange, der die Aufführung schon vor Ostern im Kesselhaus in Lauenau gesehen hat. r




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