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Erste verhungerte Tiere gemeldet

Scheunen öffnen für Schleiereulen

RINTELN. Des einen Freud, des anderen Leid: Wo sich viele Menschen vielerorts über die winterliche, weiße Landschaft und die schneebedeckten Stellen hier und da gefreut haben, bedeutet für Beutegreifer wie die Schleiereule einen Überlebenskampf. Der Nabu Rinteln appelliert, Scheunentore zu öffnen:

veröffentlicht am 19.02.2021 um 11:09 Uhr
aktualisiert am 22.02.2021 um 18:40 Uhr

RINTELN. Des einen Freud, des anderen Leid: Wo sich viele Menschen vielerorts über die winterliche, weiße Landschaft und die schneebedeckten Stellen hier und da gefreut haben, bedeutet für Beutegreifer wie die Schleiereule einen Überlebenskampf. Derzeit erreichen den Naturschutzbund (Nabu) die ersten Meldungen über verhungerte Schleiereulen, teilt der Nabu mit.

„Schleiereulen jagen nach Gehör und sie können auch die Mäuse unter der Schneedecke hören“, so Dr. Nick Büscher, Vorsitzender des Nabu Rinteln. „Der heimliche Kulturfolger Schleiereule hat als geschickter Mäusejäger mit gutem Gehör normalerweise im Winter keine Probleme, wenn die Schneedecke nicht zu dick ist“, so Büscher. „Geschlossene Schneedecken nehmen den Schleiereulen die Möglichkeit, in freier Landschaft Mäuse zu jagen.“ Prekär sei die Situation, da Schleiereulen kein umfangreiches Fettpolster besitzen und nach einer Woche ohne Futter verhungern.

Umso wichtiger würden nun geöffnete Gehöfte und Scheunen für Schleiereulen, da sie dort die Möglichkeit haben, auf Mäusejagd zu gehen.

Büscher erklärt weiter: „Im Sommer sorgen die Schleiereulen dafür, dass die Mäusepopulation auf den Gehöften reduziert wird. Nun im Winter benötigt die Schleiereule unsere Unterstützung.“ Der Nabu appelliert daher an Scheunenbesitzer, den Schleiereulen einen Zugang zu ermöglichen. „Ein kleines Einflugloch genügt bereits, damit unser heimischer Kulturfolger einen Platz zur Mäusejagd findet und die nächsten Wochen übersteht“, so der Nabu-Vorsitzende. r




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