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Deutscher Gründerpreis: Erste drei Plätze des Schülerwettbewerbs prämiert

Schlauer Helm und coole Drinks

veröffentlicht am 13.07.2020 um 16:57 Uhr

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Redakteurin / Online zur Autorenseite

RINTELN. Kurz vor den Sommerferien konnten sich Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs des beruflichen Gymnasiums Wirtschaft an den Berufsbildenden Schulen Rinteln noch einmal richtig freuen: Ihre Ideen für das Planspiel des Deutschen Gründerpreises sind jetzt prämiert worden – und haben auch niedersachsen- und deutschlandweit beachtliche Platzierungen erreicht.

Am meisten überzeugt hat die Jury die Gruppe von Henrike Marie Rathkolb, Alissa Rasche, Kevin Abermet und Nikolas Alexander Kretschmer. Als „Hank Cooperation“ haben sie einen Fahrradhelm mit vielen Funktionen – unter anderem SOS-Notruf und Blinker – entwickelt. Damit haben sie 3778 Punkte erreicht, was ihnen im Bundes-Vergleich Platz 52 und im Landes-Vergleich Platz 14 einbrachte. Bundesweit nahmen über 800 Gruppen am Planspiel teil.

Auf Platz zwei kam die Gruppe „Fast & Freeze“, die die Geschäftsidee für ein Gerät entwickelte, um Getränke in eineinhalb Minuten auf angenehme Temperaturen herunterzukühlen. Den dritten Platz belegte die Gruppe „Cabby Party Traffic“ mit der Idee für eine App, die zweierlei Funktionen erfüllt: Zum einen ist die App eine Art Veranstaltungskalender für Partys in der Region, in der Veranstalter auch Werbung schalten können. Eigentlicher Zweck der App ist jedoch, Fahrdienste zu organisieren. Wer bereitwillig zu einer Party hin- und zurückfährt (und dementsprechend keinen Alkohol trinkt), kann sich per App melden und Fahrgäste einsammeln, die für diesen Fahrdienst zahlen.

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Mit guten Ideen weit vorn: Die drei Siegergruppen aus dem 12. Jahrgang der beruflichen Gymnasiums Wirtschaft. Foto: mld

Der erste Platz wurde von der Sparkasse Schaumburg mit 300 Euro prämiert, Platz zwei und drei bekamen jeweils 200 und 100 Euro.

Beim Deutschen Gründerpreis handelt es sich um Deutschlands größtes Existenzgründer-Planspiel für Schüler ab 16 Jahren. Sie gründen hierbei fiktive Unternehmen. Innerhalb weniger Wochen müssen die Teilnehmer aus einer ersten Idee ein vollständiges Geschäftskonzept entwickeln. Ein den Teilnehmern nicht bekannter Spielleiter stellt ihnen in dieser Zeit neun Aufgaben, die die Teams in kurzer Zeit lösen müssen. An den BBS Rinteln standen den Gruppen die Fachbereichsleiter Silke Schulz, Eike Blohm und Kai Nitzke beratend zur Seite.

Zwei unabhängige Juroren beurteilen abschließend die Ideen der Teams, eine weitere Beurteilung gibt es von den jeweiligen Fachlehrern. Die Ergebnisse der Teams fließen in die aktuellen Zeugnisnoten mit ein.

Das Planspiel ist in diesem Jahr Corona-bedingt anders verlaufen als sonst. Das letzte persönliche Treffen der 15 teilnehmenden Schülergruppen hat Anfang März stattgefunden, dann folgte der Lockdown. Die Gruppen mussten sich von zu Hause aus über digitale Wege miteinander verständigen. Die Siegergruppe zum Beispiel versuchte es erst über regelmäßige Videokonferenzen. Doch da viele von ihnen jüngere Geschwister oder Eltern im Homeoffice zu Hause hatten, wechselte sie zu einer Chat-App, die rein textbasiert verläuft und damit weniger Datenvolumen in Anspruch nimmt.

Günter Potthast von den BBS sowie Jörg Nitsche von der Sparkasse zeigten sich überzeugt von den Ideen der Gruppen und dem Verlauf des Planspiels. Es soll im nächsten Jahr wieder stattfinden – dann hoffentlich ohne Corona-Sonderbedingungen.