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Besuch von der Waterkant

Schlepperkapitän aus Hamburg erkundet die Weser bei Varenholz

VARENHOLZ. Michael Eggersmann, Chef des gleichnamigen sand- und kiesfördernden Unternehmens in Varenholz, konnte kürzlich Sandro Kutter, Schiffer der Reederei Ritscher, aus Hamburg begrüßen. Grund des Besuchs: Die Reederei soll die beiden Schuten fahren, die zwischen dem neuen und dem alten Rohstoffgewinnungsgebiet verkehren werden.

veröffentlicht am 06.06.2018 um 15:41 Uhr
aktualisiert am 06.06.2018 um 17:50 Uhr

Auf Erkundungsfahrt (v. li.): Fährmann Martin Deppe, Fährleute Peter Kleiner und Michael Tenge, Michael Eggersmann, Sandro Kutter, Schiffer der Reederei Retscher, und Nils Rexroth. Foto: pr

VARENHOLZ. Vor ein paar Tagen konnte Michael Eggersmann, Chef des gleichnamigen sand- und kiesfördernden Unternehmens in Varenholz, Sandro Kutter, Schiffer der Reederei Ritscher, aus Hamburg begrüßen. Grund des Besuchs: Die Reederei soll zukünftig die beiden Schuten fahren, die zwischen dem neuen und dem alten Rohstoffgewinnungsgebiet verkehren. Der Fachmann von der „Waterkant“ sollte sich bei dem Besuch ein Bild von der Wassertiefe, der Strömung und der Fahrrinne machen.

Dazu waren auch die örtlichen Fährleute eingeladen. Martin Deppe, Fährmann der Weserfähre in Vahrenholz, sowie die beiden auszubildenden Fährleute, Michael Tenge und Peter Kleiner, konnten zu dem Termin kommen.

Bei der Überfahrt mit der Fähre konnte sich der zukünftige Schiffer des Schubverbandes einen Eindruck von der hier doch sehr schnell fließende Weser machen. Das ist besonders wichtig, weil er so in etwa einschätzen kann, wie lang der Bremsweg seines Verbandes sein wird, um dann rückwärts in den noch entstehenden Durchstich zum alten Gewinnungsgebiet zu kommen. Hier sollen nach den bisherigen Plänen die Schuten entleert werden, um dann leer wieder zurückzufahren. Wie Kutter sagte, benötigt er allerdings mit dem Start der Transporte noch einige „Erkundungsbremsungen“, um beladen den richtigen Bremspunkt zu finden. Der Durchstich soll nach jetzigen Planungen etwa 70 Meter breit sein, der Verband hat eine Länge von circa 39 Metern.

Vorbehaltlich der noch zu erteilenden Genehmigung der Bezirksregierung und des Kreises Lippe müssen auch die Lärmemissionen des Motors des Schubschiffes und der Bremsvorgang vor Aufnahme des Betriebs festgelegt werden. Ferner spielen auch die Fahrzeiten der Personenfähre eine Rolle.

Da aber vorgesehen ist, die Schuten ab Freitagnachmittag nicht mehr fahren zu lassen, wird es in dem Punkt wohl keine Konflikte geben, waren sich Deppe und Kutter einig. Martin Deppe wies allerdings noch einmal darauf hin, dass zurzeit viele Sportbootfahrer die Geschwindigkeitsbeschränkungen im Bereich der Fähre häufig nicht einhalten. Nach Gesprächen mit dem Schifffahrtsamt sollen hier dem Vernehmen nach aber bald nicht nur Kontrollen durchgeführt, sondern auch Schilder aufgestellt werden.

Eggersmann betonte bei dem Termin, dass er alles tun werde, die Lärmemissionen so weit wie es geht einzuschränken. In diesem Zusammenhang verwies der Unternehmer auf die bereits mehrfach von ihm ins Gespräch gebrachten dicken Gummimatten im Boden der Schuten als auch auf die Einhausung der Steinbrecher auf dem bestehenden und dann weiter betriebenen alten Firmengelände am Beutebrink. Bisher erstellte Schallgutachten ergeben, dass zurzeit keine weiteren Maßnahmen bezüglich des Schallschutzes erforderlich sind. Dennoch plant Eggersmann eine Einhausung der Aufbereitungsanlage und von Teilen des Gewinnungsgeräts, um den Wünschen von Anliegern und Besuchern des Geländes gerecht zu werden.red

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