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Moos gegen Müdigkeit

Schüler des Ernestinums gewinnen Preise bei „Jugend forscht“

Welche Musik gefällt Kresse am besten? Was ist die ideale Temperatur beim Marmelade-Kochen? Und hilft Moos gegen Müdigkeit? Ein halbes Jahr lang haben acht Schülerinnnen und Schüler des Ernestinums an ihren Projekten für „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ gearbeitet. Mit großem Erfolg.

veröffentlicht am 08.03.2019 um 15:56 Uhr
aktualisiert am 08.03.2019 um 19:50 Uhr

Lars Kaesberg (v.l.), Erik Figura, Ronan Uhlig und Lehrer Christoph Ochs mit der selbstentwickelten Mooswand. Fotos: jaj

Autor:

Jessica Rodenbeck
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RINTELN. Kann Musik das Wachstum einer Pflanze beeinflussen? „Ja“, haben Cathlin Wansner und Sharon Rost-Dumas bei einem Projekt für „Schüler experimentieren“ herausgefunden. Und ihre Erkenntnis geht noch weiter: Kresse wächst am besten, wenn sie mit klassischer Musik beschallt wird, Death Metal scheint der Pflanze hingegen am wenigsten zu gefallen.

Neben den beiden Neuntklässlerinnen, die für ihr Projekt zwar keinen Preis, aber eine Menge Aufmerksamkeit erhielten, haben noch zwei weitere Gruppen des Gymnasiums Ernestinum am Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ in Hildesheim teilgenommen.

Lars Kaesberg, Erik Figura und Ronan Uhlig widmeten sich der Frage, wie sie Schüler am Nachmittag wacher bekommen können. Ihre These: je mehr CO2 im Raum, desto müder wird die Klasse. Sie suchten also eine Möglichkeit, die CO2-Konzentration zu senken und entwickelten eine pflegeleichte Mooswand, die sie in einem Klassenraum aufhängten. Das Ergebnis: Die CO2-Konzentration sei in diesem Raum zwar genau so schnell angestiegen, wie in einem Kontrollraum, sie sei jedoch schneller wieder abgesunken. Für dieses Projekt, für das die Schüler auch drei Computerprogramme geschrieben haben, erhielten die Schüler des 12. Jahrgangs einen Sonderpreis für Umwelttechnik.

Die Teilnehmerinnen aus Jahrgang 9: Cathlin Wansner (v.l.), Sharon Rost-Dumas, Laura Ober, Lili Barnick und Miranda Homberg.

Einen weiteren Sonderpreis gab es für die Neuntklässlerinnen Laura Ober, Lili Barnick und Miranda Homberg. Sie untersuchten, bei welcher Temperatur Marmelade am besten geliert. Dazu füllten sie Reagenzgläser mit einer Mischung aus Gelierzucker und Himbeeren, erhitzten diese auf unterschiedliche Temperaturen und beobachteten dann, wie lange ein Metallstab braucht, bis er ins Glas eingesunken ist. „Erst ab einer Temperatur von 80 Grad beginnt die Marmelade fester zu werden. Bei geringeren Temperaturen bleibt sie flüssig“, so ihre Erkenntnis.

Über ein halbes Jahr lang arbeiteten die drei Gruppen insgesamt an ihren Projekten, unterstützt wurden sie dabei von ihrem Lehrer Christoph Ochs. Für ihn ist die Teilnahme an dem Wettbewerb „eine echte Würdigung des tollen Engagements der Schüler“.

„Wir können stolz sein, dass wir Schüler haben, die sich engagieren“, findet auch die stellvertretende Schulleiterin, Josephine Kappes. „Das sind die Schüler, die später Verantwortung übernehmen.“ Und so wie es aussieht, wird das Engagement auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden. „Auf dem Rückweg vom Bezirkswettbewerb haben die Schülerinnen bereits Ideen für ihre nächsten Projekte gesammelt“, verrät Ochs.




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