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Oldtimer-Lkw zieht neuerdings die Kanone

Schützenfest in Exten: Grüne Artillerie rüstet auf

EXTEN. Höhepunkt des am Freitag beginnenden Extener Schützenfestes ist die Schlacht im Exterfelde. Dazu gehört, dass die „grünen“ und „schwarzen“ Kontrahenten sich immer wieder neue Taktiken ausdenken und den Gegner manchmal mit neuen Wunderwaffen überraschen. Diesmal steht ein Oldtimer-Lkw im Mittelpunkt des Interesses.

veröffentlicht am 12.07.2018 um 11:31 Uhr

Die Artillerie der „Grünen“ verfügt mit ihrem Truppentransporter über ein starkes Diesel-Zugpferd für ihre Kanone „Dicke Berta“. Der grüne König Micheal Meißner (vorne, li.) war beim Truppenbesuch schwer beeindruckt vom rollenden Strategie-Gewinn. Fo
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Autor

Werner Hoppe Reporter
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EXTEN. In aller Regel werden die militärischen Novitäten zwar von beiden Seiten bis zum Schlachtbeginn als geheime Verschlusssache behandelt, aber das schließt nicht aus, dass das eine oder andere Geheimnis nicht trotzdem schon vorher durchsickert oder als Zweckinformation in die Welt gesetzt wird – nicht zuletzt um den Gegner einzuschüchtern.

So hat in dieser Woche die Mannschaft der Grünen Artillerie beim spontanen Pressetermin durch die Aufrüstung mit einem beeindruckenden Schwergewicht aufgetrumpft, das den Schwarzen panische Furcht einflößen soll. Die Kanone „Dicke Berta“ wird am kommenden Sonntag von einem wahren Schwergewicht in die Schlacht gezogen. Es ist ein Lkw-Oldtimer Magirus Deutz Eckhauber, Baujahr 1964, von dem sich die Grünen-Artilleristen wesentliche Vorteile versprechen, denn der Diesel-Oldie, den grüne Kundschafter sozusagen als Scheunen-Fund entdeckt haben (genau genommen, sei es ein Feld-Fund gewesen, verrieten die Kanoniere), kann nicht nur mit spielerischer Leichtigkeit die dicke Berta ziehen, sondern neben fester und flüssiger Munition auch die gesamte Bedienmannschaft an Bord nehmen und ins Feld fahren. Und besonders Letzteres sei ein riesiger strategischer Gewinn, lautete die Auskunft, was zugleich als offene Drohung für die Schwarzen gewertet werden kann. Die Artilleristen – aktuell sind es durch vier Neuzugänge elf – können auf diese Weise ihre Kräfte bis zum Einsatz schonen und haben darüber hinaus von ihren sesselähnlichen Sitzen auf der Ladefläche schon beim Aufmarsch von Anfang an einen genialen Überblick über die Kräfte des Gegners und können sich so mental auf das kommende Geschehen einstellen. „Genial gedacht, und so kann‘s gehen. Wir werden den Waffengang gegen schwer eingeschüchterte Schwarze ganz bestimmt gewinnen“, lobte der grüne König Michael Meißner seine treuen Artilleristen beim nicht so ganz geheimen Truppenbesuch in dieser Woche.




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