weather-image
23°

THW, Ortsrat und Nabu helfen gefiederten Glücksboten

Schwalbenhotel für Neelhofsiedlung

ENGERN. Jetzt fehlt nur noch die Hausnummer: THW, Ortsrat und Nabu haben ein Schwalbenhaus in der Neelhofsiedlung installiert.

veröffentlicht am 03.06.2019 um 16:30 Uhr
aktualisiert am 03.06.2019 um 18:50 Uhr

Das Schwalbenhaus wird mit einem Kran an die richtige Stelle platziert. Foto: Kathy Büscher

ENGERN. In der Neelhofsiedlung in Engern ist ungewöhnlich viel los: Ein großes Einsatzfahrzeug des THW Rinteln rückt an, im Gepäck ein aus Holz gebautes Schwalbenhaus. Auch Jürgen Hoppe, Tischler aus Rinteln und Bauherr des neuen Vogelgebäudes, Dieter Horn, Ortsbürgermeister für Ahe-Engern-Kohlenstädt, und die Aktiven der Rintelner Ortsgruppe im Naturschutzbund (Nabu) haben sich eingefunden. Nach und nach füllt sich die Straße auch mit Anwohnern, die dem Treiben aufmerksam zuschauen.

„Viele Schwalben sind mittlerweile schon eingetroffen, aber es haben längst noch nicht alle mit der Brut begonnen“, erläutert Nick Büscher, Vorsitzender des Nabu Rinteln. Die freiwilligen Helfer des THW befestigen das Schwalbenhaus mit Gurten am Kran. Vorsichtig wird dieses hinaufgehoben und an der richtigen Stelle platziert, um es im Anschluss in der Halterung im Boden zu befestigen, damit die flinken Insektenfänger einen standsicheren neuen Brutplatz vorfinden.

Derweil sind bereits einige Mehlschwalben auf Erkundungsflug. Ob sie wohl schon erahnen, dass gleich ihre neuen Nester angebracht werden? Nachdem das Schwalbenhaus inmitten einer Blühwiese installiert worden ist, machen sich Hoppe und Büscher gleich an die Arbeit, um zwölf vorgefertigte Doppelbrutnester anzubringen. Mit Akkuschrauber und Schrauben im Gepäck steigen sie auf die Leiter, um diese anzubringen. „Wir sind gespannt, ob die Nester in diesem Jahr noch angenommen werden“, ergänzt Büscher, der sich beim THW-Ortsverband Rinteln für die erneute Hilfe bedankt. „Die Tischlerei hat ein solides, wetterfestes Haus gebaut, das viele Jahre halten wird“, freut er sich.

Zwölf vorgefertigte Doppelbrutnester werden angebracht. Foto: Kathy Büscher

Dank gelte auch den Mitgliedern des Ortsrates Ahe-Engern-Kohlenstädt und namentlich Dieter Horn, die diese Artenschutzmaßnahme möglich gemacht hätten. Dass die Schwalben einen festen Platz als „Einwohner“ der Neelhofsiedlung erhalten, macht Horns spontane Idee deutlich: Das Schwalbenhaus soll die Hausnummer „Neelhofsiedlung 46“ erhalten. Erfreut ist der Nabu auch darüber, dass die Anwohner der Siedlung die Maßnahme unterstützen, denn auch ohne ein eigenes Haus haben die Schwalben als Untermieter umliegender Gebäude schon lange in der Neelhofsiedlung Fuß gefasst. Eine baldige Besiedlung des von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung mitfinanzierten Domizils ist somit sehr wahrscheinlich. r




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare