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Ortsrat will Event erneut in Rinteln sehen

Selbstkritik zu Megamarsch: „Teilweise unglücklich gelaufen“

RINTELN. Klare Worte fielen im Rintelner Ortsrat bei einem Rückblick auf das Event „Megamarsch“: Zu wenig Unterstützung für den Veranstalter und eine „blöde Streckenführung“ hätten eine große Chance für Rintelns Tourismus gefährdet, war am Dienstagabend zu hören. Das soll die Stadt laut Ortsrat künftig besser machen:

veröffentlicht am 05.06.2019 um 13:57 Uhr
aktualisiert am 05.06.2019 um 17:40 Uhr

Eine „blöde Streckenführung“, kein verkaufsoffener Sonntag, keine Begrüßung: Beim Megamarsch Ende Mai hat die Stadt Rinteln Chancen vertan, sagt jetzt der Ortsrat. Foto: tol
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Cornelia Kurth Reporterin zur Autorenseite
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“RINTELN. Klare Worte sind im Rintelner Ortsrat bei einem Rückblick auf das Event „Megamarsch“ gefallen: Zu wenig Unterstützung für den Veranstalter und eine „blöde Streckenführung“ hätten eine große Chance für Rintelns Tourismus gefährdet, monierte Ortsbürgermeister Kay Steding (CDU) – und so auch der Tenor aller anderen Parteien.

Ja, es sei eine kommerzielle Veranstaltung gewesen, die aber mehr als 1600 Menschen in die Stadt und die Region geführt habe, sagte Steding. Da sei es schon „traurig“, wenn die Strecke 40 Kilometer hin und 40 Kilometer wieder zurück über einen asphaltierten Radweg führe – „keine gute Idee für den Tourismus“. Die Frage sei, was Rinteln tun könne, um diese Veranstaltung erneut in die Stadt zu holen.

Insgesamt hatten sich Stadt und Landkreis aus der Organisation des Megamarsches und der begleitenden Maßnahmen rausgehalten, sowohl in Bezug auf das, was die Kommunikation mit Landwirten und Forstämtern in Bezug auf die Streckenführung betrifft, als auch in Hinblick etwa auf eine offizielle Begrüßung der Teilnehmer, der Ermöglichung eines verkaufsoffenen Sonntags oder touristischer Werbung. „Das ist teilweise unglücklich gelaufen“, befand Steding. „Hier liegt die nächste Hausaufgabe für Stadt und Region.“

Unter anderem hatte das verstärkte Auftreten von Borkenkäfern zu einer Streckenführung außerhalb von Waldgebieten geführt mit dem Argument, herabfallende Äste könnten zu einer Gefährdung der Wandernden führen.

„So vergrault man die Leute“, meinte dazu Karl Lange (SPD), zumal, wenn man dann sehe, wie an Himmelfahrt alle mit ihren Bollerwagen unbehelligt in den Wald zögen. „Der Borkenkäfer mag eben Musik“, unkte Gert Armin Neuhäuser (WGS).

Matthias Gräbner, Geschäftsführer des Tourismuszentrums Westliches Weserbergland, hatte in dieser Zeitung geäußert, dass er zukünftig auf die „Unterstützung der Politik auf allen Ebenen“ hoffe. Auch wenn der nächste Megamarsch in dieser Region nicht erneut in Rinteln, sondern bei Hannover stattfinden werde (wir berichteten), sei eine Wiederholung zu einem anderen Termin durchaus auch im Sinne des Veranstalters.

Ganz einfach werde eine verbesserte Umsetzung nicht sein, betonte der städtische Direktor Joachim Steinbeck. Es gebe so viele Beteiligte, und von daher entsprechend viele zu bedenkende Einwände, und nur wenige lägen im Einfluss der Stadt. Auf jeden Fall aber werde man künftig das Technische Hilfswerk zur Unterstützung einbinden. Steding beendete dieses Thema mit einem kleinen Paukenschlag: „In Sachen Tourismus – setzen, sechs!“




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