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Deutschlandweit Aufsehen erregt: Wissenschaftler stellen „Kupferbeil von Steinbergen“ vor

Sensationsfund kommt nach Rinteln

Rinteln. Es gilt als archäologischer Sensationsfund: Das auf der Hirschkuppe in Steinbergen gefundene Kupferbeil ist rund 5 500 Jahre alt. Es sei ein herausragendes Zeugnis der frühen Bauernkulturen in Niedersachsen zur Zeit des berühmten alpinen Gletschermannes „Ötzi“, hieß es noch im Juli bei einer Pressekonferenz in der Universität Hannover (wir berichteten). Seither ist es restauriert worden. Am kommenden Montag wird das Beil in Rinteln der Öffentlichkeit vorgestellt.

veröffentlicht am 16.10.2014 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 01:22 Uhr

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Das Kupferbeil biete nun Gelegenheit für einen faszinierenden Einblick in die Vorgeschichte des Rintelner Wesertals, sagt Dr. Stefan Meyer. Der Leiter des Museums Eulenburg lädt alle Interessierten zu der Vorstellung des Kupferbeils am Montag, 20. Oktober, um 19 Uhr in den Ratskellersaal ein.

Zusammen mit einem weiteren archäologischen Fund hat das Steinberger Beil deutschlandweit für Aufsehen gesorgt. Ein mittelalterliches „Ulberht-Schwert“ wurde bei Großenwieden gefunden. Das Schwert gehört zu einer Gruppe besonders legendärer Waffen, die vor allem im Machtbereich der Wikinger verbreitet waren.

Anhand von Metallanalysen haben Landesarchäologen und Chemiker der Universität erstaunliche Rückschlüsse und Zuordnungen vornehmen können. Das Kupferbeil zumindest ist am kommenden Montag im Original zu sehen. Das Schwert allerdings kann nicht im Original vorgestellt werden, so Meyer, weil es sich derzeit noch in der Restauration befindet.

Wissenschaftler aus Hannover werden im Ratskellersaal über die Fundstücke berichten.

Niedersachsens oberster Archäologe Dr. Henning Haßmann wird gemeinsam mit dem für das hiesige Gebiet zuständigen Bezirksarchäologen Friedhelm Wulf anhand von Lichtbildern zum Kupferbeil Rede und Antwort stehen. Ebenfalls referieren wird der Metallexperte des Instituts für Anorganische Chemie der Leibniz an der Universität Hannover, Dr. Robert Lehmann.

Unter Lehmanns Leitung wurden die metallurgische Analysen durchgeführt. Die Experten seien für anschauliche Darstellungen bekannt.

Der Vortrag wende sich somit nicht an ein Fachpublikum, sondern an alle Interessierten. Eintritt wird bei der Vorstellung nicht erhoben.ll




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